Ein Wort der Ermutigung über die Opfer

Die Opfergaben, die allesamt spezifische Aspekte von Christus darstellen und die der Vater von uns verlangt, dienen nicht nur unserer Freude, sondern sind in erster Linie Speise für Gott, unseren Vater (4.Mose 28:2). Bisher war der größte Teil unseres christlichen Lebens darauf ausgerichtet, unsere eigenen Bedürfnisse zufriedenzustellen. Wir haben uns wenig darum gekümmert, was der Vater für sich selbst begehrt. Es ist kein Wunder, dass der Herr Jesus sagte, dass der Vater nach wahren Anbetern sucht. Genau dafür müssen wir täglich auf Christus arbeiten, um ihn als die Wirklichkeit all dieser Opfer zu gewinnen, wie Paulus sagte: „damit ich Christus gewinne…“ (Phillipper 3:8b). Dann können wir unsere beste Erfahrung mit Christus auswählen, um sie dem Vater am Tisch des Herrn darzubringen.

Viele Menschen denken, dass wir Gott auf irgendeine Art, an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit anbeten können, aber das steht im Widerspruch zu Gottes Wort. Wenn wir ihn anbeten, müssen wir es gemäß seiner Vorschrift tun, an dem Ort seiner Wahl und zu der von ihm festgesetzten Zeit. Sein Wunsch ist es, dass sein Volk ihm die Opfergaben darbringt. Der Ort seiner Wahl ist das wahre Gemeindeleben, das himmlische Jerusalem. Seine festgesetzte Zeit ist die Versammlung am Tisch des Herrn am ersten Tag der Woche.

Der Tisch des Herrn umfasst sämtliche Feste, die der Herr auf dieser Erde vollbracht hat. Der Herr Jesus setzte seinen Tisch beim Passahmahl vor seinem Tod ein (Matthäus 26:26-29; 1.Korinther 11:23-26). Er ist unser Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote (1.Korinther 5:7-8). Er ist der Erstling in Auferstehung (1.Korinther 15:20). Er ist zum Thron aufgefahren und hat den Heiligen Geist am Pfingstfest ausgegossen (Apostelgeschichte 1:9-11; 2:1-4). Sein zweites Kommen wird die volle Erfüllung des Posaunenfestes, des Versöhnungsfestes und des Laubhüttenfestes sein. Da alle Feste im Tisch des Herrn eingeschlossen sind, findet die Anbetung im himmlischen Jerusalem am Tisch des Herrn statt, wo wir als Priester den Vater gemäß 1.Petrus 2:5 mit geistlichen Opfern anbeten.

Ein kurzes Wort zum Tisch des Herrn in der Festversammlung

Im ersten Teil der Festversammlung essen wir das Brot und trinken den Wein und gedenken des Herrn Jesus, der alle Feste zu unserem Genuss vollbracht hat. Deshalb sagte der Herr: „… tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lukas 22:19b; 1.Korinther 11:24-25). Im zweiten Teil beten wir den Vater an, indem wir die Erstlinge unserer Erfahrung mit Christus als den geistlichen Opfern darbringen. Dies hat auch der Herr Jesus selbst getan. Nachdem er auferstanden war, sagte er zu Maria, sie solle ihn nicht berühren, weil er zuerst zum Vater aufsteigen müsse, damit er ihm als Erstling dargebracht werde (Johannes 20:17; 1.Korinther 15:20). Wir müssen auch das Beste unserer Erfahrung mit Christus aufbewahren, um es dem Vater als angenehmes geistliches Opfer für seinen Genuss darzubringen (2.Mose 23:19; 22:28).

Einige praktische Prinzipien

  1. Während der Woche können wir unsere Erfahrungen mit den verschiedenen Aspekten der Opfer aufschreiben, da wir dazu neigen, sie zu vergessen. Bevor wir dann zum Tisch des Herrn kommen, können wir die beste dieser Erfahrungen auswählen, um sie dem Vater zu bringen. Was der Vater von uns verlangt, ist nicht das, was Christus historisch vollbracht hat, sondern die Wirklichkeit von Christus, die wir in unserem täglichen Leben angewendet haben. Das meinte Paulus mit: „denn zu leben ist für mich Christus“ (Phillipper 1:21a).
  2. Ein weiterer Grund für das Aufschreiben unserer Erfahrungen besteht darin, uns zu helfen, die Opfer für den Vater präzise und angemessen zu präsentieren: kurz, echt und zum Punkt, nicht mit einer langen Beschreibung aller Einzelheiten der Umstände deiner Erfahrung, wodurch Christus als das Zentrum verloren geht. Das wird auch anderen Zeit geben, ihre Opfer darzubringen.
  3. Passend zu deinem Opfer kannst du ein oder zwei Verse vorlesen, um deine Erfahrung zu bestätigen. Dies ist aber nicht immer notwendig, da es nicht darum geht, eine Botschaft oder eine Lehre zu geben.
  4. Habe keine Angst, Fehler zu machen. Fehler machen ist Teil des Lernens. Petrus machte viele Fehler. Je mehr wir die Priesterschaft praktizieren, desto mehr wird uns der Heilige Geist, die Salbung, lehren. Der Herr wird uns durch seine Gnade anleiten. Denke daran, dass die Priester zur Zeit des alten Bundes fünf Jahre benötigten, um die Priesterschule zu absolvieren. Obwohl die Opfer Speise für den Vater sind, teilt der Vater einen Teil dieser Opfer mit uns, den Priestern. Je mehr Opfer wir dem Vater bringen, desto mehr wird es der ganzen Priesterschaft zugutekommen. Lasst uns alle wahre Anbeter sein, um unseren himmlischen Vater zufriedenzustellen. Dieser Weg der Anbetung wird uns auch in unserer Erfahrung von Christus vollkommen machen, um uns auf sein zweites Kommen vorzubereiten.

Das Übertretungsopfer

Nun kommen wir zum fünften Opfer im dritten Buch Mose, dem Übertretungsopfer. Dieses Opfer behandelt die vielen Übertretungen, die wir begangen haben, wie Lügen, Hass, Eifersucht, Neid, Streit und jedes Werk des Fleisches (Galater 5:19-21). Da wir uns im Prozess hin zur geistlichen Reife befinden und noch nicht zur Vollkommenheit gelangt sind, begehen wir immer noch Sünden. Aus diesem Grund hat Gott uns das Übertretungsopfer bereitgestellt. 1.Johannes 2:1-2 sagt: „Meine Kindlein, diese Dinge schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, und nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ Mit seinem Tod am Kreuz zahlte Christus das Lösegeld für jede unserer Sünden.

Jesaja 53 ist ein ausgezeichnetes Kapitel in der Bibel, das schon 700 Jahre vor Christus das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz prophezeit hat. Petrus beschrieb es in einem Vers: „der unsere Sünden selbst an seinem Leib hinaufgetragen hat auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Wunden ihr geheilt worden seid“ (1.Petr. 2:24). Jede Woche werden wir am Tisch des Herrn an seinen Leib erinnert, der für uns am Kreuz geopfert wurde, und an sein Blut, das zur Vergebung unserer Sünden vergossen wurde. Das Übertretungsopfer betont die Vergebung und die Reinigung von unseren Sünden durch das kostbare Blut unseres Herrn Jesus Christus.

Vergebung und Reinigung durch das kostbare Blut Jesu Christi

Die erste Botschaft des Johannes in seinem Brief ist: „… Gott ist Licht und in ihm ist gar keine Finsternis. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit“ (1.Joh. 1:5b-6). Wir Christen sollten nicht in der Finsternis wandeln; diejenigen, die in der Finsternis wandeln, versuchen, ihre Sünden zu verbergen, und blockieren dadurch die Gemeinschaft mit dem Vater. Doch wir sind Kinder des Lichts und sollten solche sein, die im Licht wandeln. Wenn wir im Licht sind, werden unsere Sünden offenbar, und das ist unsere Errettung. Johannes sagte: „Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“ (V. 7). Es gibt keine Sünde, die nicht durch das Blut unseres Herrn Jesus Christus weggewaschen werden kann.

Johannes sagt weiter: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (V. 8), aber: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt“ (V. 9). Um das Übertretungsopfer für die Vergebung und die Reinigung zu erfahren, müssen wir unsere Sünden Gott, unserem Vater, bekennen. Es ist nicht ratsam, sie vor ihm zu verbergen, denn er sieht alles, was im Verborgenen geschieht. Er ist ein Gott, der den Verstand und die Herzen der Menschen erforscht. Das Bekennen ist nicht nur ein Eingeständnis, dass du etwas Falsches getan hast, vielmehr muss es von wahrer Buße begleitet sein. Das Wort Buße bedeutet, dass du eine Kehrtwende machst. Buße bedeutet nicht nur, dass dir die Übertretung, die du begangen hast, leid tut, und du sie gleich im nächsten Moment wieder begehst. Johannes 8:11 ist ein gutes Beispiel dafür. Nachdem der Herr der Ehebrecherin vergeben hatte, sagte er ihr:“… geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr“ (Joh. 8:11b). Ein wirklich bußfertiges Herz wird sich immer von seinem sündigen Weg abwenden und eine 180-Grad-Wendung vollziehen.

Nachdem Gott uns vergeben hat, reinigt er uns auch durch das kostbare Blut Jesu, seines Sohnes. Wenn Gott nur vergeben würde, ohne uns zu reinigen, so könnte man den Fleck der Sünde immer noch sehen und wir würden ständig daran erinnert werden. Dies würde dem Feind, dem Verkläger der Brüder, Anlass geben, uns anzuklagen. Aber wenn wir gereinigt werden, verschwindet jeder Fleck. Deshalb sagt das Wort: „Und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Das ist eine wunderbare Tatsache im neuen Bund, wo Gott sagt: „Und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten will ich gewiss nicht mehr gedenken“ (Hebr. 8:12; 10:17).

Angenommen, dein Enkel gehorcht dir nicht und macht seine Kleider schmutzig. Dann entschuldigt er sich bei dir. Ist es ausreichend, wenn du einfach sagst: „Ich vergebe dir“? Nein, das genügt nicht, denn die Kleidung ist immer noch schmutzig und muss gewaschen werden. Du kannst ihn nicht mit diesen schmutzigen Kleidern zur Schule schicken. Genau dasselbe Prinzip sehen wir beim Hohepriester Jeschua, den der Herr vollkommen gereinigt hat (vgl. Sach. 3:1-5). Ebenso muss der Herr uns gründlich von unseren Sünden reinwaschen, und nicht nur das, sondern Hebräer 9:14 sagt dazu: „Wie viel mehr wird das Blut Christi … unser Gewissen von toten Werken reinigen, um dem lebendigen Gott priesterlich zu dienen“. Die Befleckung durch die Sünde trennt uns von der Gemeinschaft mit Gott, aber das Übertretungsopfer stellt unsere Gemeinschaft mit Gott wieder her.

Entschädigung

Ein weiterer Aspekt des Übertretungsopfers ist die Entschädigung. Nehmen wir an, jemand hat 500 Euro von seinem Freund gestohlen und sagt zu ihm: „Verzeih mir, ich habe dir 500 Euro gestohlen.“ Entsprechend dem Übertretungsopfer muss diese Person das gestohlene Geld zurückgeben und noch 20 Prozent dazulegen. Das ist Gottes Gerechtigkeit. Es genügt nicht, dass der Betreffende nur um Vergebung bittet, es reicht auch nicht aus, nur das gestohlene Geld zurückzugeben, sondern er muss 20 Prozent zum zurückzuerstattenden Geld hinzufügen. Dies ist die Entschädigung, die beim Übertretungsopfer erforderlich ist (3.Mo. 5:15-16). Wenn wir das nicht tun, wird der Herr, wenn er eines Tages zurückkommt, von uns verlangen, dass wir einen noch weit höheren Zins bezahlen müssen. Je länger du das Geld behältst, desto mehr Zinsen wirst du zahlen müssen. Diese Forderung nach Wiedergutmachung zeigt, wie gerecht unser Gott ist. Am Ende der Bibel in Offenbarung 19:8 ist die Braut Christi in prachtvolles, feines Leinen gekleidet, hell und rein. Dieses wunderbare Kleid aus feiner Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir alle sowohl das Sündopfer als auch das Übertretungsopfer erfahren. Möge der Herr uns barmherzig sein, dass wir fleißig üben, alle Opfer in unserem täglichen Leben zu erfahren!

DAS SÜNDOPFER – DIE KUPFERNE SCHLANGE

Die kupferne Schlange im vierten Buch Mose 21:8-9 ist ein wunderbares Bild von der Kreuzigung des Herrn. Die Kinder Israel rebellierten gegen Gott in der Wüste, sodass er sie richten musste. Er sandte feurige, giftige Schlangen, die sie bissen, und viele von ihnen starben. Als das Volk sich seiner Sünde der Rebellion bewusst wurde, bekannten sie es Mose und baten ihn, für sie zu beten. Daraufhin sagte der Herr zu Mose: „Mache dir eine Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen … Wenn eine Schlange jemand biss und er die kupferne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.“ Kupfer bedeutet in der Schrift Gericht. Die kupferne Schlange ist ein Bild auf Christus, der zur Heilung des Volkes am Kreuz erhöht wurde. Der Herr Jesus verwies in Johannes 3:14-15 auf sich selbst und sagte: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“

Im Garten Eden injizierte der Teufel seine Schlangennatur, die Sünde, in die Menschheit hinein, was dazu führte, dass die Menschen – im Bild gesprochen – wie kleine Schlangen wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass sowohl Johannes der Täufer als auch der Herr Jesus die Pharisäer als „Schlangenbrut“ bezeichnete. Jetzt verstehen wir, warum Gott seinen Sohn „in der Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und um der Sünde willen …“ gesandt hat (Röm. 8:3). Um den Menschen nahe zu sein, nahm er in gewisser Weise die Gestalt einer Schlange an, jedoch ohne Sünde. Als der Herr am Kreuz starb, nahm er die ganze Menschheit mit sich, einschließlich der Schlange, die sich selbst in die menschliche Rasse hineininjiziert hatte. Als Gott Jesus Christus am Kreuz richtete, wurde auch die Schlange gerichtet und vernichtet. Er „verdammte die Sünde im Fleisch“ (Röm. 8:3) und machte damit den zunichte, „der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel“ (Hebr. 2:14). Welch eine gewaltige Errungenschaft! Durch den Tod Christi am Kreuz wurden die Sünde, Satan, der alte Mensch, die alte Schöpfung, die Welt und der Tod vernichtet. Das ist Christus als unser Sündopfer.

Die Wirklichkeit der Taufe

Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir

Was bedeutet die Taufe? Sie ist weder ein Ritual noch ist sie einfach nur ein Beweis dafür, dass du ein Christ bist, geschweige denn die Art und Weise, Mitglied einer Kirche zu werden. Wenn du an den Herrn Jesus Christus glaubst, empfängst du ihn in deinem Geist, aber du musst auch in ihn hineingetauft werden, um vollständig mit ihm vereint zu sein. Römer 6:3 sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft wurden, in seinen Tod hineingetauft sind?“ Taufe bedeutet, einen Gläubigen in Christus und insbesondere in seinen Tod hineinzupflanzen, was zu einer Vereinigung mit ihm in seinem Tod und auch in seiner Auferstehung führt (Röm. 6:5). Obwohl Christus vor zweitausend Jahren am Kreuz gestorben ist, sind auch wir, die Gläubigen, durch die Taufe mit ihm zusammen gestorben und auferstanden. Das ist ein wunderbares Geheimnis! Das war nicht nur eine Lehre oder Ermutigung für Paulus, es war seine Wirklichkeit: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2:20). In Römer 6:7 steht: „Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde.“ Ein Toter kann nicht sündigen. Das sollte unsere tägliche Erfahrung sein. Obwohl diese Verse wahr sind, treffen wir unglücklicherweise immer wieder die Entscheidung, uns selbst anstatt Christus zu leben. Nur wenn wir Christus leben, werden wir von der Herrschaft der Sünde und des Todes befreit werden. Mögen wir das Geheimnis des Paulus praktizieren: „Denn zu leben ist für mich Christus …“ (Phil. 1:21).

In Römer 8 finden wir den Schlüssel, um die Wirklichkeit der Taufe zu erfahren: Die, die in Christus Jesus sind, wandeln nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist. Wir sind ein Geist mit dem Herrn (1.Kor. 6:17). Wir sollten üben, unseren Verstand auf den Geist zu setzen (Röm. 8:5-6), und durch den Geist die Handlungen des Leibes töten, damit wir leben (V. 13). Paulus sagte dasselbe in Galater 5:24: „Die aber Christi Jesu sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden“ und „…wandelt durch den Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches gewiss nicht vollbringen“ (V. 16).

Zusammenfassung

Das Sündopfer ist nicht in erster Linie für die Vergebung unserer sündigen Taten (dafür haben wir das Übertretungsopfer), sondern um uns von der Herrschaft und Sklaverei der Sünde zu befreien. Das müssen wir sehen und dadurch ein klares Verständnis von Christus als unserem Sündopfer bekommen. Christus hat uns nicht nur unsere Sünden vergeben und uns von der ewigen Verdammnis befreit, sondern er hat uns auch frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Deshalb sagt Hebräer 7:25: „Daher kann er auch aufs Völligste erretten …“ Wenn du in eine Situation gerätst, bete zum Herrn: „Herr, du bist mein Sündopfer. Rette mich aufs Völligste. Ich möchte erfahren, wie du mich völlig von Sünde und Tod befreist.“

Das Sündopfer

Gott hat uns in besonderer Weise nach seinem Bild geschaffen, ihm ähnlich, mit der Absicht, dass wir seine Kinder werden, seine Söhne, um auf dieser Erde für ihn zu herrschen (1.Mo. 1:26). Der Mensch jedoch war Gott ungehorsam, ist gefallen, und die Sünde, die Natur Satans, ist in den Menschen hineingekommen. Gottes Wort sagt, dass die ganze Welt heute in dem Bösen liegt (1.Joh. 5:19). Der Herr nannte Satan den „Fürsten dieser Welt“ (Joh. 12:31; 16:11), und Paulus benutzte ein noch stärkeres Wort, den „Gott dieses Zeitalters“, der die Menschen, die nicht glauben, verblendet hat (2.Kor. 4:4). Denkt nicht, Satan sei nicht mächtig. Hätte ihn Gott jedoch alleine beseitigen wollen, so hätte er das Problem schon früher durch ein einziges Wort lösen können. Wer wird dann also diese Welt der Hand Satans entreißen und das himmlische Reich auf die Erde bringen? Gott möchte uns zusammen mit Christus benutzen, sein Reich auf dieser Erde aufzurichten, die Mächte und Gewalten in der Luft zu bekämpfen, Satan die Herrschaft über die Erde zu entreißen und ihn und alle seine Diener in den Feuersee zu werfen. Dafür brauchen wir das Sündopfer, um von der Macht der Sünde und des Todes befreit zu werden.

Das Problem der Sünde

Obwohl das Sünd- und Übertretungsopfer in der Reihenfolge am Schluss stehen, sind sie für uns doch sehr wichtig. In Bezug auf Gottes Absicht ist das Brandopfer am wichtigsten, weil Gott ein Volk braucht, das seinen Willen tut; aber die Sünde in unserem Fleisch hindert uns daran, Gottes Plan auszuführen. Daher brauchen wir das Sünd- und Übertretungsopfer, um uns von der Herrschaft und Sklaverei der Sünde zu befreien.

Satan, die alte Schlange, hat den Menschen von Anfang an betrogen und seine sündige Natur in den Menschen hineingepflanzt. Deshalb wurde der Mensch vom Baum des Lebens abgeschnitten. Anstatt eins mit Gott zu sein, wurde der Mensch verdorben. Er wurde eins mit Satan und sogar zu Gottes Feind. Die Sünde ist keine kleine Sache, weil sie unsere Beziehung zu Gott abschneidet. Heute gibt es in der Welt so viele Kriege, Mord, Gier und Ungerechtigkeit, überall blüht die Korruption, selbst in den Regierungen vieler Länder. Heutzutage sind viele Menschen, Politiker eingeschlossen, gegen Gott. Das ist ein großes Problem in unserer heutigen Gesellschaft. Obwohl Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, wurde der Mensch wie der Teufel. Das Buch der Offenbarung sagt uns, dass 3 ½ Jahre vor dem zweiten Kommen Christi das Tier, der „Mensch der Sünde“, „der Gesetzlose“ (2.Thess. 2:3, 8-9), auf dieser Erde regieren wird. Zu diesem Zeitpunkt wird die Sünde zum vollen Maß ausgereift sein.

Die Sünde ist heute ein echtes Problem, nicht nur bei Ungläubigen, sondern auch bei Gläubigen. Leider nehmen viele Christen die Frage der Sünde nicht sehr ernst, weil sie denken, es sei ausreichend, einfach nur um Vergebung zu bitten. Stell dir die Frage: Hasst du die Sünde? Wenn ja, warum sündigst du dann? Vielleicht gefällt sie dir immer noch. Paulus sagte: „Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde“ (Hebr. 12:4). Kämpfst du gegen die Sünde oder ergibst du dich ihr? Wer kann das Problem der Sünde lösen? Nur der Herr und Retter Jesus Christus kann uns bis aufs Völligste erretten (Hebr. 7:25). Du musst es wertschätzen, dass der große Schöpfer unser Retter wurde, nicht nur, um uns zu erlösen, sondern auch um unser Sündopfer zu sein: „Den, der von keiner Sünde wusste, hat er für uns zur Sünde gemacht“ (2.Kor. 5:21). Gleich zu Beginn des Johannesevangeliums begann Johannes der Täufer zu proklamieren: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Joh. 1:29). Beachtet bitte, dass das Wort „Sünde“ hier im Singular und nicht im Plural steht. Das bedeutet, dass die Natur der Sünde, Satan, im Menschen wohnt. Die Übertretungen, die der Mensch begeht, stammen von dieser innewohnenden Wurzel der Sünde.

In Römer 5:12 lesen wir: „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben …“. Die Sünde kam in unseren Leib, durchdrang unser Fleisch und wohnt dort. In seinem Brief an die Römer nennt Paulus unseren Leib den „Leib der Sünde“ (6:6) und den „Leib des Todes“ (7:24). Sünde und Tod wohnen und herrschen in unserem Fleisch, was uns dazu bringt, das Sündige zu tun, und uns daran hindert, das Richtige zu tun (Röm. 7:19). Paulus beschrieb seine eigene Erfahrung wie folgt: „Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib dieses Todes?“ (Röm. 7:24). Er entdeckte, dass Sünde und Tod nicht nur in seinem Leib wohnten, sondern auch in seinem Leib regierten (Röm. 5:17). Deshalb sagte er auch, dass wir „Sklaven der Sünde“ sind (Röm. 6:6, 17, 20). Es ist schrecklich, dass Sünde und Tod in uns regieren.

Die Errettung, die der Herr am Kreuz errungen hat, bezieht sich nicht nur auf die Vergebung unserer Sünden durch das kostbare Blut, sondern vielmehr darauf, uns von der Herrschaft der Sünde und des Todes zu befreien, indem er unseren alten Menschen mitgekreuzigt hat. Seit vielen Jahren betonen die Christen das Blut des Herrn Jesus Christus, das uns von jeder Sünde reinigt (1.Joh. 1:7, 9). Wenn immer wir sündigen, können wir unsere Sünden dem Vater bekennen und er wird sie alle vergeben; aber das Problem ist, dass wir weiterhin die gleichen Sünden begehen. Wir brauchen also nicht nur Vergebung der Sünden, sondern die Befreiung davon! Den Weg zur Befreiung finden wir in Römer 8. Für die, die in Christus Jesus sind, gibt es nicht nur keine Verdammnis mehr, sondern „das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat sie freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (V. 1-2). Lobe den Herrn! Es ist das Sündopfer, das uns befreit.

DAS SCHWING- UND HEBOPFER

Das Schwing- und das Hebopfer werden auch im Zusammenhang mit dem Friedensopfer erwähnt. Diese beiden Teile des Friedensopfers waren für Aaron und seine Söhne bestimmt. Das Schwingopfer zeigt die Auferstehungskraft, und das Hebopfer die Auffahrt des Herrn. Die Brust des Schwingopfers zeigt die Liebe Christi. Der Grund, warum es keinen Frieden unter dem Volk Gottes gibt, ist der Tod, der noch in uns wirkt; und wo der Tod wirkt, sind wir unfähig zu lieben (Römer 7 beschreibt das Gesetz des Todes). Wir brauchen also die Liebe Christi durch die Kraft seiner Auferstehung, um den Tod zu verschlingen. Im Hohelied 8:6 heißt es: Die Liebe ist stark wie der Tod, ja, noch stärker als der Tod, denn nichts kann uns von der Liebe Christi trennen (Röm. 8:38-39). Dies kann sich nur auf die Liebe Christi beziehen, die den Tod besiegt, denn unsere menschliche Liebe ist vom Tod beeinflusst. Es gibt keine größere Liebe als die Liebe Christi, der sein Leben für die Brüder gelassen hat (Joh. 15:13). Wir müssen auch den aufgefahrenen Christus erfahren, der jetzt auf dem Thron sitzt und alle seine Feinde und alle Dinge unter seinen Füßen hat. Paulus sagte, dass wir zusammen mit ihm auferweckt und zusammen mit ihm in den Himmeln niedergesetzt sind (Eph. 2:6). Um Frieden zu erfahren, müssen wir den Feind durch den auferstandenen Christus überwinden. Das ist der Grund, warum das Schwing- und Hebopfer mit dem Friedensopfer verbunden sind. Durch das wunderbare Friedensopfer können wir völlig mit Gott versöhnt werden und Frieden miteinander haben.

Friede ist das Merkmal für alles, was Gott tut

Jesaja prophezeite über Christus und nannte ihn den Friedensfürsten (Jes. 9:5). Der Herr Jesus Christus kam, um „unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten“ (Luk. 1:79) und Frieden auf die Erde zu bringen (Luk. 2:14). Am Kreuz beendete er den alten Menschen, vernichtete in seinem Fleisch die Feindschaft, setzte das Gesetz der Gebote in Satzungen außer Kraft, riss die trennende Mauer nieder und schuf in sich selbst einen neuen Menschen und machte dadurch Frieden. Er ist unser Friede (Eph. 2:14-18) und hat uns mit Gott versöhnt! Lobt den Herrn für das Evangelium des Friedens.

Wenn wir alle lernen, Christus als Friedensopfer zu nehmen, werden wir zu Friedensstiftern (Mt. 5:9) und Söhne des Friedens (Luk. 10:5-6) werden. „So tut Fleiß, dass ihr von ihm im Frieden erfunden werdet, ohne Flecken und Tadel“ (2.Petr. 3:14). Dann wird der Friede Gottes in unseren Herzen Schiedsrichter sein, wie es in Kolosser 3:15 heißt: „Und lasst den Frieden Christi Schiedsrichter sein in euren Herzen, zu welchem auch ihr berufen worden seid in einem Leib; und seid dankbar.“ Auf diese Weise wird seine Gemeinde heute ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens. Möge der Herr unsere Augen öffnen und uns viel Erfahrung mit Christus als dem Friedensopfer geben!

Das Friedensopfer

Bei den fünf Hauptopfern im dritten Buch Mose – dem Brandopfer, dem Speisopfer, dem Friedensopfer, dem Sündopfer und dem Übertretungsopfer – steht das Friedensopfer in der Mitte. Der Frieden ist ein wichtiger Faktor in der Bibel. Frieden ist viel mehr als keine Streitigkeiten oder internen Kämpfe zu haben. Vielleicht streiten die Menschen nicht offen miteinander, aber sie ertragen sich nur gegenseitig und unterdrücken ihre Gefühle – doch das ist kein echter Frieden. Ein echtes Leiden ist es, wenn in einer Familie kein Friede herrscht; aber wie viel schlimmer ist es, wenn man keinen Frieden mit Gott hat!

Frieden mit Gott

Nachdem der Mensch gefallen war, kam die Sünde in die Menschheit hinein. Der Mensch tat nicht nur viele Dinge, die Gott verletzten, sondern er wurde sogar sein Feind (Röm. 5:10). Von der Zeit an, als Adam und Eva in Sünde fielen, bis zum heutigen Tag gibt es keinen Frieden auf dieser Erde. Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte von Gewalt und Krieg. Es gibt keinen Frieden. Die gefallene Menschheit wird niemals Frieden finden (Jer. 12:12b; Jes. 48:22). Leider gibt es sogar unter den Christen so viele Konflikte, Kämpfe und Spaltungen. Bedenke, wie oft du selbst Dinge getan hast, die Gott beleidigten, wie du sein Wort missachtet hast und du ihm gegenüber rebellisch warst. Wie ist es möglich, unter diesen Umständen Frieden mit Gott zu haben?

Frieden mit Gott durch Jesus Christus

Römer 5:1 sagt: „Da wir nun durch Glauben gerechtfertigt sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“. Er ist unser Friede. Vers 10 fährt fort: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir gerettet werden in seinem Leben, nachdem wir versöhnt sind!“ Christus ist unser Friedensopfer, um uns durch seinen Tod am Kreuz vollständig mit Gott zu versöhnen und uns Frieden zu bringen. Deshalb wird das Evangelium auch als das Evangelium des Friedens bezeichnet (Röm. 10:15; Eph. 2:17; 6:15).

Jesus Christus ist als der einzig Gerechte qualifiziert, Frieden zwischen den Menschen und Gott zu schließen. Er kam als ein Mensch ohne Sünde, um die gerechten Forderungen des Gesetzes Gottes zu erfüllen, und er nahm die Sünde der Welt auf sich. Paulus sagt, dass Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (1.Tim. 2:5). Und Johannes schreibt in seinem ersten Brief, dass er die Sühnung für unsere Sünden ist (2:2).

Der beste Abschnitt im Neuen Testament, der uns hilft, das Friedensopfer zu verstehen, befindet sich in Epheser 2:11-18. Durch seinen Tod am Kreuz hat der Herr Jesus die Feindschaft zwischen Juden und Nationen beseitigt, indem er das Gesetz der Gebote in Satzungen außer Kraft gesetzt hat. Er kreuzigte auch den alten Menschen, schuf in sich selbst einen neuen Menschen und machte auf diese Weise Frieden (V. 15). Im neuen Menschen gibt es weder Juden noch Nationen, sondern Christus ist alles und in allen. Das ist der einzige Weg, um Frieden zu schließen. Wir müssen den alten Menschen ausziehen und den neuen Menschen anziehen, um diesen wunderbaren Frieden zu erfahren.

Der Grund dafür, dass die Christen miteinander kämpfen und sich dann spalten liegt darin, weil sie nicht gelernt haben, den alten Menschen auszuziehen und Christus, den neuen Menschen, anzuziehen, indem sie im Geist ihres Denksinns erneuert werden (Eph. 4:22-24). Paulus schreibt, dass Christus die trennende Mauer zwischen Juden und Nationen niedergerissen hat. Aber wir Christen haben viele weitere Mauern aufgebaut, die uns voneinander trennen: Mauern von Staatskirchen und verschiedenen Denominationen, oder persönliche Mauern. Obwohl wir wissen, dass das falsch ist, beruhigen wir uns selbst, indem wir versuchen, eine gemeinsame Basis zu finden und schaffen so eine Illusion der Einheit. Das ist nicht die Art von Frieden, die Gott möchte. Wenn wir dies tun, ist der Herr vergeblich für die Einheit der Christen gestorben. Wenn der Herr die trennende Mauer niedergerissen hat, sollten wir keine weiteren Mauern unter uns aufrichten. Das ist der wahre Friede! Christus hat uns alle mit Gott „in einem Leib durch das Kreuz“ versöhnt (Eph. 2:16). Das Evangelium sagt nicht nur aus, dass Jesus am Kreuz für die Sünden der Welt als das Sündopfer gestorben ist (Joh. 1:29), sondern vielmehr hat er die trennende Mauer, die Feindschaft, am Kreuz niedergerissen, damit wir sowohl mit Gott als auch mit Menschen Frieden haben können.

Wenn wir weiterhin in unserem alten Menschen leben, wird es nie Frieden geben. Lasst uns alle die Erfahrung machen, dass wir mit Christus gekreuzigt sind, um wirklich sagen zu können: Nicht mehr lebe ich (der alte Mensch), sondern Christus lebt in mir. Deshalb müssen wir für das Friedensopfer auch das Sündopfer erfahren. Das hat Paulus uns vorgelebt. Er sagte: „Denn zu leben ist für mich Christus und zu sterben Gewinn“ (Phil. 1:21).

In Matthäus 5:9 sagt der Herr: „Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen“. Der Friede sollte eines der Hauptmerkmale des Volkes Gottes sein. Wohin wir auch gehen, sollte der Friede uns begleiten. Als der Herr seinen Jüngern erschien, sagte er: „Friede sei mit euch“ (Joh. 20:19, 26). Unser Gott ist der Gott des Friedens.

Alle Opfer sind miteinander verbunden. Obwohl wir sie der Lehre nach trennen können, sind sie in unserer Erfahrung häufig miteinander verbunden. Um Frieden zu erlangen, müssen wir auch das Sünd- und Übertretungsopfer sowie das Brand- und Speisopfer erfahren. Vielleicht ist das der Grund, warum es Gott in seiner Weisheit so arrangiert hat, dass das Friedensopfer in der Mitte der fünf Hauptopfer steht.

Weitere Zutaten des Speiseopfers

Mit Weihrauch

Das Speisopfer muss auch mit Weihrauch dargebracht werden (3.Mo. 2:1), der die Auferstehung des Herrn Jesus symbolisiert. Der Herr sagte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh. 11:25). Er ist nicht nur Leben, sondern auch Auferstehungsleben, das den Tod überwindet. Mit der Sünde kam der Tod in den Menschen hinein (Röm. 5:12). Die Sünde in unserem Fleisch bringt uns dazu, böse Dinge zu tun; und der Tod hindert uns daran, das Richtige zu tun. Paulus hat dies in Römer 7:19 sehr gut beschrieben: „Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, aber das Böse, das ich nicht will, das führe ich aus.“ Das ist das Gesetz der Sünde und des Todes, das in unserem Leib wohnt. Aus tiefer innerer Not rief Paulus aus: „Wer wird mich befreien von dem Leib dieses Todes?“ (Röm. 7:24). Während wir uns mit Sport, Spielen oder Fernsehen vergnügen, ist unser ganzes Sein wach und voll dabei, aber wenn es um geistliche Dinge geht wie Beten, das Wort Gottes lesen oder an Gemeindeversammlungen teilzunehmen, werden wir plötzlich träge. Warum ist das so? Wir denken vielleicht, es läge daran, dass wir müde sind, aber das ist die falsche Diagnose! In Wirklichkeit ist es der Tod, der in uns wirkt. Der Tod ist ein starker Feind. Wenn wir die Beherrschung verlieren, sind wir ganz bei der Sache, aber wenn wir den Heiligen dienen sollen, werden wir faul und schwach. Im Garten Gethsemane traf der Herr seine Jünger, anstatt im Gebet, dreimal schlafend an. Er sagte: „Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach“ (Mt. 26:36-46). Das ist der Tod, der in unserem Fleisch wirkt; aber die Menschlichkeit des Herrn Jesus ist voller Auferstehungsleben, das den Tod überwindet. Kein Wunder, dass Paulus unbedingt die Kraft seiner Auferstehung kennenlernen wollte (Phil. 3:10).

Mit Salz

Eine weitere Zutat in diesem wunderbaren Speisopfer ist das Salz. Salz wird zum Würzen verwendet, um den Geschmack der Speisen hervorzuheben. Ohne Salz schmecken Speisen fade, aber wenn man eine ganze Tüte Salz hineingibt, wird die Speise ungenießbar. Es bedarf nur einer kleinen Prise Salz, um den Wohlgeschmack herauszubringen. In Kolosser 4:6 heißt es: „Euer Reden sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt.“ Der Herr sagte auch in Markus 9:50: „Das Salz ist gut; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit wollt ihr es würzen?“ Als der Herr auf dieser Erde war, konnten die Menschen die Gnade Gottes in ihm schmecken. Petrus brachte dies später zum Ausdruck, indem er sagte: „wenn ihr geschmeckt habt, dass der Herr gut ist“ (1.Petr. 2:3). Können die Menschen beim Predigen des Evangeliums etwas von der Menschlichkeit Christi an uns schmecken? Paulus kannte das Geheimnis des würzenden Salzes: „… und durch uns den Wohlgeruch seiner Erkenntnis an jedem Ort offenbar macht. Denn wir sind Gott ein guter Geruch Christi … ein Geruch vom Leben zum Leben“ (2.Kor. 2:13-16).

Salz wird auch zur Konservierung von Lebensmitteln verwendet. Unsere Menschlichkeit ist sehr anfällig, weil es für uns schwer ist, der Versuchung zu widerstehen. Heute sehen wir in der Welt der Politik und Religion überall sehr viel Korruption. Nur die Menschlichkeit des Herrn ist unverderblich. Satan versuchte Jesus, indem er ihm die Herrlichkeit der ganzen Welt anbot, aber er widerstand ihm und lehnte ab. Der Herr sagte seinen Jüngern: „…. seid mutig, ich habe die Welt überwunden“ (Joh. 16:33). Die Stiftshütte im Alten Testament wurde aus Akazienholz, einem abriebfesten Hartholz gebaut. Dies ist ein Bild auf die unverderbliche Menschlichkeit Jesu. Heute müssen wir die Gemeinde des Herrn ausschließlich mit der Menschlichkeit des Herrn Jesus bauen, sonst wird sich früher oder später Korruption einschleichen und sie zerstören.

In verschiedenen Formen gebacken

Das Speisopfer wird nicht nur als Feinmehl dargebracht, sondern auch als Kuchen, die auf verschiedene Weise zubereitet werden, nämlich im Ofen gebacken, in einer Pfanne oder in einem Topf mit oder ohne Deckel (3.Mo. 2:4-7). Das zeigt die verschiedenen Arten der Leiden und des Drucks, die der Herr Jesus als Mensch auf dieser Erde durchlebt hat. Wir scheuen alle Arten von Leiden und suchen lieber nach einem leichteren Weg. Im Hebräerbrief lesen wir jedoch, dass Jesus durch Leiden vollendet wurde (Hebr. 2:10; 5:8-9). Das Speisopfer wird als ungesäuerter Kuchen und ungesäuertes Fladenbrot dargebracht. In 3.Mose 2:4 wird das hebräische Wort für Kuchen von dem Verb „durchbohren“ oder „perforieren“ abgeleitet. Der Herr erduldete alle Arten von Misshandlungen durch das Volk und scheute nicht davor zurück. In Psalm 22 werden die Leiden Christi am Kreuz ausführlich vorhergesagt. „Denn Hunde haben mich umgeben und eine Rotte von Übeltätern hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben“ (V. 17). Und in Sacharja 12:10 heißt es: „… sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben.“ Als Jesus am Kreuz hing, erfüllte einer der Soldaten diese Prophezeiung, indem er seine Seite mit einem Speer durchbohrte (Joh. 19:34). Kein Mensch würde freiwillig ein solches Leiden auf sich nehmen! Selbst wenn wir nur wenig leiden, fangen wir an zu murren und zu klagen, zu kämpfen und nach einer Vergeltung zu suchen. Wenn uns jemand nur ein wenig beleidigt, explodieren wir wie ein Vulkan; doch der Herr wurde durch diese Leiden gebacken, um zu einem Kuchen zu werden, der von seinem himmlischen Vater und von seinem Volk genossen werden kann.

Das Speisopfer als Nahrung für die Priester

Schließlich müssen wir sehen, dass Gott nur eine Handvoll feinen Mehls des dargebrachten Speisopfers bekommt, das Übrige wird den Priestern als ihre Speise gegeben. Nun verstehen wir, warum der Herr gesagt hat, dass er das Brot ist, das vom Himmel herabgekommen ist, damit wir von ihm essen und durch ihn leben sollen (Joh. 6:57). Das mag seltsam klingen, aber der Herr spricht von der täglichen geistlichen Ernährung durch sein lebendiges Wort und durch den Heiligen Geist. Gleichzeitig werden wir in unseren inneren Menschen hineingestärkt, um Christus zu leben. Oftmals bitten wir den Herrn, uns zu stärken. Die Antwort des Herrn an uns lautet, ihn zu essen, denn nur dadurch bekommen wir die Kraft, unsere gefallene Menschlichkeit zu überwinden und Christus als den neuen Menschen anzuziehen. Tag für Tag können wir die Menschlichkeit Jesu als Speisopfer essen. Dadurch werden wir Christus leben und den Willen des Vaters auf dieser Erde erfüllen.

DAS SPEISOPFER: OHNE SAUERTEIG UND OHNE HONIG

Die jungfräuliche Geburt Jesu zeigt auch, dass es in ihm weder Sünde noch Sauerteig gab (3.Mo. 2:11). Sauerteig bedeutet in der ganzen Schrift Sünde, wie z.B. Schlechtigkeit, Bosheit, Heuchelei, aber auch die gefallene Religion (1.Kor. 5:8; Luk. 12:1). Die Sünde wurde von Adam an die gesamte Menschheit weitergegeben, aber Jesus, der vom Heiligen Geist gezeugt wurde, ist der Einzige, der als Same einer Frau bezeichnet wird (1.Mos. 3:15; Gal. 4:4). 1.Johannes 3:5 sagt: „… Sünde ist nicht in ihm“ und in 1.Petrus 2:22 lesen wir: „Der keine Sünde getan hat, noch wurde Betrug in seinem Mund gefunden.“ Er wurde „in allem in gleicher Weise versucht …, doch ohne Sünde“ (Hebr. 4:15). Selbst Pontius Pilatus konnte an ihm keine Schuld finden (Luk. 23:4, 14). Aus diesem Grund ist er der Einzige, der qualifiziert ist, unser Sündopfer zu sein (Jes. 53:10). Paulus sagte in 2.Korinther 5:21: „… den, der von keiner Sünde wusste, hat Er für uns zur Sünde gemacht.“ Petrus bestätigte, was der Prophet Jesaja gesagt hat, dass Jesus selbst unsere Sünden auf das Holz hinaufgetragen hat (1.Petr. 2:24). Viele schätzen nur, dass er für unsere Erlösung gestorben ist, aber nur sehr wenige schätzen seine vollkommene Menschlichkeit. Das ist der Grund, warum viele nicht auf das Speisopfer im dritten Buch Mose achten. Es bedarf solch einer vollkommenen Menschlichkeit, um Gottes Plan zur Errettung der Menschheit erfüllen zu können.

Die Schrift sagt, dass das Speisopfer nicht mit Honig dargebracht werden darf (3.Mo. 2:11). Honig ist süß und klebrig, eine Beschreibung unserer natürlichen, gefallenen Natur. Von Natur aus sind wir nett zu den Menschen, die wir mögen, und wir kleben an ihnen. Wir haben eine Vorliebe für sie. Bei der Auswahl der Mitarbeiter wählen wir gerne solche, die uns gehorchen, sich unserer Autorität beugen und natürlich diejenigen, die begabt sind. Dies führt immer zu Problemen und Verderbtheit. Der Herr jedoch hat seine Jünger nicht nach diesen Kriterien ausgewählt. Er nahm sogar Judas an, der ihn verraten hat. Er wählte nicht die Gebildeten, sondern die einfachen Fischer und Zöllner.

Wir möchten gerne Menschen von uns abhängig machen, doch Jesus war nicht so. Jesaja beschrieb ihn wie folgt: „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Aussehen gefiel uns nicht. Er war verachtet und von den Menschen verworfen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht“ (Jes. 53:2-3). Er hat die Menschen nicht an sich selbst gebunden. Als ein reicher junger Mann zu ihm kam, und ihn fragte, was ihm noch fehle, um das ewige Leben zu erlangen, sagte ihm der Herr, er solle alles, was er hat, verkaufen und es den Armen geben und ihm nachfolgen. Der junge Mann ging traurig weg, und der Herr ließ ihn gehen (Mt. 19:16-24). Er sprach: „Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir“ (Mt. 16:24). Nachdem Jesus Tausende gespeist hatte, sagte er ihnen in Johannes 6, dass er das wahre Brot vom Himmel sei und dass sie ihn essen sollten. Daraufhin verließen ihn viele. Auch wenn die Menschen an seinen Worten Anstoß nahmen, sagte er ihnen immer die Wahrheit und fragte sogar die, die noch geblieben waren, ob sie nicht auch gehen wollten. Er zog die Menschen nie zu sich selbst, sondern verließ sich auf den Vater, sie zu ziehen: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht“ (Joh. 6:44).

Das Speiseopfer (1)

Das Speisopfer beschreibt die feine Menschlichkeit Jesu. Sein Werk begann mit dem Geheimnis der Fleischwerdung: „Und das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh. 1:14). Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, ihm ähnlich, um auf dieser Erde zu herrschen und seinen Feind, Satan, zu unterwerfen (1.Mo. 1:26). Aber Satan erschien in Form einer Schlange, betrog den Menschen und injizierte seine giftige Natur in ihn hinein (Röm. 5:12), wodurch die Menschheit verdorben wurde. Daher haben alle „gesündigt und haben Mangel an der Herrlichkeit Gottes“ (Röm. 3:23) und „wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Sie haben sich alle abgewandt, sie sind allesamt unbrauchbar geworden; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer“ (Röm. 3:10-12). In seiner Weisheit wurde Gott selbst vor über zweitausend Jahren ein Mensch in Jesus Christus, um seinen Vorsatz zu erfüllen. Dieser Mensch Jesus ist „heilig, frei vom Bösen, unbefleckt, von den Sündern abgesondert“ (Hebr. 7:26), vollkommen und gerecht. Er ist der einzig Qualifizierte, um den göttlichen Vorsatz des Vaters auszuführen. Er überwand Satan, die Welt, die Religion, die Sünde und den Tod. Er durchlitt alle Arten von Leiden und vollbrachte die Erlösung am Kreuz. Durch seine Auferstehung überwand er die Macht des Todes. Er fuhr auf zum Thron und setzte sich zur Rechten der Majestät in der Höhe nieder. Was für ein wunderbarer Mensch! Er ist das Speisopfer als Speise für uns. Er ist das Brot, das vom Himmel herabkam, damit wir von ihm essen und durch ihn leben (Joh. 6). Lasst uns einige Details dieses wunderbaren Speisopfers betrachten.

Das feine Mehl

In der Bibel wird Weizen als Sinnbild für die Menschlichkeit verwendet. Der Herr sagte, dass er das Weizenkorn ist, das in die Erde fiel und starb, um viele Körner hervorzubringen (Joh. 12:24). Wie durch das Mahlen des Weizens feines Mehl entsteht, so ist unser Herr Jesus durch vielerlei Mühlen hindurchgegangen während er auf dieser Erde lebte. Daher versinnbildlicht das feine Mehl die feine Menschlichkeit unseres Herrn Jesus als Speise für sein Volk. Er ist das Brot des Lebens, und wer ihn isst, wird um seinetwillen leben (Joh. 6:48-57). Unsere Menschlichkeit ist sehr grob, aber die Menschlichkeit des Herrn ist nicht nur heilig und gerecht, sondern mitfühlend, barmherzig und liebevoll, freundlich, sanftmütig und demütig, geduldig und voller Verständnis, fähig, mit unseren Schwachheiten mitzufühlen, hilfsbereit, dem Vater völlig gehorsam, eins mit ihm für seinen göttlichen Vorsatz, treu über Gottes Haus und vieles mehr. Um seinen Jüngern ein Beispiel dafür zu geben, wie sie dienen und demütig sein sollen, wusch er ihnen die Füße (Joh. 13). Er sagte auch: „Der Größere unter euch soll euer Diener sein“ (Mt. 23:11) und „… lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig“ (Mt. 11:29). Niemand ist ihm gleich! Wir jedoch sind leider genau das Gegenteil von ihm, und durch unsere gefallene Menschlichkeit kann Gottes Plan niemals erfüllt werden. Daher brauchen wir die Menschlichkeit Jesu.

Mit Öl vermengt und gesalbt

Die Menschlichkeit Jesu ist völlig mit Öl vermengt (3.Mo. 2:1, 4, 7, 15). In der Bibel steht Öl für den Heiligen Geist, die Salbung. Die Geburt Jesu war etwas ganz Besonderes. Anders als du und ich wurde er von einer Jungfrau geboren (Jes. 7:14), und seine Empfängnis war vom Heiligen Geist (Mt. 1:20). Der Engel sagte zu Maria: „… darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden“ (Luk. 1:35b). Maria fragte: „Wie wird das zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ (V. 34-35a). Sein Menschsein war von Geburt an mit dem Heiligen Geist Gottes vermengt, daher ist unser Herr Jesus sowohl der Sohn Gottes als auch der Sohn des Menschen. Als er jedoch auf dieser Erde diente, legte er seinen göttlichen Stand beiseite und diente in seiner Eigenschaft als Mensch, als ein Sklave Gottes. Als der Herr Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser herausstieg, sah Johannes der Täufer den Heiligen Geist wie eine Taube auf ihn herabkommen. Hier wurde er gesalbt und mit der Kraft des Heiligen Geistes für seinen Dienst ausgerüstet (Mt. 3:16). Fortan wandelte der Herr Jesus gemäß der Leitung des Heiligen Geistes. Unmittelbar nach seiner Taufe wurde Jesus vom Heiligen Geist in die Wüste geführt, um dort vom Teufel versucht zu werden (Mt. 4:1-2). Er bestand den Test siegreich!

Das Speisopfer beschreibt die feine Menschlichkeit Jesu. Sein Werk be

Das Speisopfer beschreibt die feine Menschlichkeit Jesu. Sein Werk begann mit dem Geheimnis der Fleischwerdung: „Und das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh. 1:14). Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, ihm ähnlich, um auf dieser Erde zu herrschen und seinen Feind, Satan, zu unterwerfen (1.Mo. 1:26). Aber Satan erschien in Form einer Schlange, betrog den Menschen und injizierte seine giftige Natur in ihn hinein (Röm. 5:12), wodurch die Menschheit verdorben wurde. Daher haben alle „gesündigt und haben Mangel an der Herrlichkeit Gottes“ (Röm. 3:23) und „wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Sie haben sich alle abgewandt, sie sind allesamt unbrauchbar geworden; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer“ (Röm. 3:10-12). In seiner Weisheit wurde Gott selbst vor über zweitausend Jahren ein Mensch in Jesus Christus, um seinen Vorsatz zu erfüllen. Dieser Mensch Jesus ist „heilig, frei vom Bösen, unbefleckt, von den Sündern abgesondert“ (Hebr. 7:26), vollkommen und gerecht. Er ist der einzig Qualifizierte, um den göttlichen Vorsatz des Vaters auszuführen. Er überwand Satan, die Welt, die Religion, die Sünde und den Tod. Er durchlitt alle Arten von Leiden und vollbrachte die Erlösung am Kreuz. Durch seine Auferstehung überwand er die Macht des Todes. Er fuhr auf zum Thron und setzte sich zur Rechten der Majestät in der Höhe nieder. Was für ein wunderbarer Mensch! Er ist das Speisopfer als Speise für uns. Er ist das Brot, das vom Himmel herabkam, damit wir von ihm essen und durch ihn leben (Joh. 6). Lasst uns einige Details dieses wunderbaren Speisopfers betrachten.

Das feine Mehl

In der Bibel wird Weizen als Sinnbild für die Menschlichkeit verwendet. Der Herr sagte, dass er das Weizenkorn ist, das in die Erde fiel und starb, um viele Körner hervorzubringen (Joh. 12:24). Wie durch das Mahlen des Weizens feines Mehl entsteht, so ist unser Herr Jesus durch vielerlei Mühlen hindurchgegangen während er auf dieser Erde lebte. Daher versinnbildlicht das feine Mehl die feine Menschlichkeit unseres Herrn Jesus als Speise für sein Volk. Er ist das Brot des Lebens, und wer ihn isst, wird um seinetwillen leben (Joh. 6:48-57). Unsere Menschlichkeit ist sehr grob, aber die Menschlichkeit des Herrn ist nicht nur heilig und gerecht, sondern mitfühlend, barmherzig und liebevoll, freundlich, sanftmütig und demütig, geduldig und voller Verständnis, fähig, mit unseren Schwachheiten mitzufühlen, hilfsbereit, dem Vater völlig gehorsam, eins mit ihm für seinen göttlichen Vorsatz, treu über Gottes Haus und vieles mehr. Um seinen Jüngern ein Beispiel dafür zu geben, wie sie dienen und demütig sein sollen, wusch er ihnen die Füße (Joh. 13). Er sagte auch: „Der Größere unter euch soll euer Diener sein“ (Mt. 23:11) und „… lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig“ (Mt. 11:29). Niemand ist ihm gleich! Wir jedoch sind leider genau das Gegenteil von ihm, und durch unsere gefallene Menschlichkeit kann Gottes Plan niemals erfüllt werden. Daher brauchen wir die Menschlichkeit Jesu.

Mit Öl vermengt und gesalbt

Die Menschlichkeit Jesu ist völlig mit Öl vermengt (3.Mo. 2:1, 4, 7, 15). In der Bibel steht Öl für den Heiligen Geist, die Salbung. Die Geburt Jesu war etwas ganz Besonderes. Anders als du und ich wurde er von einer Jungfrau geboren (Jes. 7:14), und seine Empfängnis war vom Heiligen Geist (Mt. 1:20). Der Engel sagte zu Maria: „… darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden“ (Luk. 1:35b). Maria fragte: „Wie wird das zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ (V. 34-35a). Sein Menschsein war von Geburt an mit dem Heiligen Geist Gottes vermengt, daher ist unser Herr Jesus sowohl der Sohn Gottes als auch der Sohn des Menschen. Als er jedoch auf dieser Erde diente, legte er seinen göttlichen Stand beiseite und diente in seiner Eigenschaft als Mensch, als ein Sklave Gottes. Als der Herr Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser herausstieg, sah Johannes der Täufer den Heiligen Geist wie eine Taube auf ihn herabkommen. Hier wurde er gesalbt und mit der Kraft des Heiligen Geistes für seinen Dienst ausgerüstet (Mt. 3:16). Fortan wandelte der Herr Jesus gemäß der Leitung des Heiligen Geistes. Unmittelbar nach seiner Taufe wurde Jesus vom Heiligen Geist in die Wüste geführt, um dort vom Teufel versucht zu werden (Mt. 4:1-2). Er bestand den Test siegreich!

gann mit dem Geheimnis der Fleischwerdung: „Und das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh. 1:14). Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, ihm ähnlich, um auf dieser Erde zu herrschen und seinen Feind, Satan, zu unterwerfen (1.Mo. 1:26). Aber Satan erschien in Form einer Schlange, betrog den Menschen und injizierte seine giftige Natur in ihn hinein (Röm. 5:12), wodurch die Menschheit verdorben wurde. Daher haben alle „gesündigt und haben Mangel an der Herrlichkeit Gottes“ (Röm. 3:23) und „wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Sie haben sich alle abgewandt, sie sind allesamt unbrauchbar geworden; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer“ (Röm. 3:10-12). In seiner Weisheit wurde Gott selbst vor über zweitausend Jahren ein Mensch in Jesus Christus, um seinen Vorsatz zu erfüllen. Dieser Mensch Jesus ist „heilig, frei vom Bösen, unbefleckt, von den Sündern abgesondert“ (Hebr. 7:26), vollkommen und gerecht. Er ist der einzig Qualifizierte, um den göttlichen Vorsatz des Vaters auszuführen. Er überwand Satan, die Welt, die Religion, die Sünde und den Tod. Er durchlitt alle Arten von Leiden und vollbrachte die Erlösung am Kreuz. Durch seine Auferstehung überwand er die Macht des Todes. Er fuhr auf zum Thron und setzte sich zur Rechten der Majestät in der Höhe nieder. Was für ein wunderbarer Mensch! Er ist das Speisopfer als Speise für uns. Er ist das Brot, das vom Himmel herabkam, damit wir von ihm essen und durch ihn leben (Joh. 6). Lasst uns einige Details dieses wunderbaren Speisopfers betrachten.

Das feine Mehl

In der Bibel wird Weizen als Sinnbild für die Menschlichkeit verwendet. Der Herr sagte, dass er das Weizenkorn ist, das in die Erde fiel und starb, um viele Körner hervorzubringen (Joh. 12:24). Wie durch das Mahlen des Weizens feines Mehl entsteht, so ist unser Herr Jesus durch vielerlei Mühlen hindurchgegangen während er auf dieser Erde lebte. Daher versinnbildlicht das feine Mehl die feine Menschlichkeit unseres Herrn Jesus als Speise für sein Volk. Er ist das Brot des Lebens, und wer ihn isst, wird um seinetwillen leben (Joh. 6:48-57). Unsere Menschlichkeit ist sehr grob, aber die Menschlichkeit des Herrn ist nicht nur heilig und gerecht, sondern mitfühlend, barmherzig und liebevoll, freundlich, sanftmütig und demütig, geduldig und voller Verständnis, fähig, mit unseren Schwachheiten mitzufühlen, hilfsbereit, dem Vater völlig gehorsam, eins mit ihm für seinen göttlichen Vorsatz, treu über Gottes Haus und vieles mehr. Um seinen Jüngern ein Beispiel dafür zu geben, wie sie dienen und demütig sein sollen, wusch er ihnen die Füße (Joh. 13). Er sagte auch: „Der Größere unter euch soll euer Diener sein“ (Mt. 23:11) und „… lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig“ (Mt. 11:29). Niemand ist ihm gleich! Wir jedoch sind leider genau das Gegenteil von ihm, und durch unsere gefallene Menschlichkeit kann Gottes Plan niemals erfüllt werden. Daher brauchen wir die Menschlichkeit Jesu.

Mit Öl vermengt und gesalbt

Die Menschlichkeit Jesu ist völlig mit Öl vermengt (3.Mo. 2:1, 4, 7, 15). In der Bibel steht Öl für den Heiligen Geist, die Salbung. Die Geburt Jesu war etwas ganz Besonderes. Anders als du und ich wurde er von einer Jungfrau geboren (Jes. 7:14), und seine Empfängnis war vom Heiligen Geist (Mt. 1:20). Der Engel sagte zu Maria: „… darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden“ (Luk. 1:35b). Maria fragte: „Wie wird das zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ (V. 34-35a). Sein Menschsein war von Geburt an mit dem Heiligen Geist Gottes vermengt, daher ist unser Herr Jesus sowohl der Sohn Gottes als auch der Sohn des Menschen. Als er jedoch auf dieser Erde diente, legte er seinen göttlichen Stand beiseite und diente in seiner Eigenschaft als Mensch, als ein Sklave Gottes. Als der Herr Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser herausstieg, sah Johannes der Täufer den Heiligen Geist wie eine Taube auf ihn herabkommen. Hier wurde er gesalbt und mit der Kraft des Heiligen Geistes für seinen Dienst ausgerüstet (Mt. 3:16). Fortan wandelte der Herr Jesus gemäß der Leitung des Heiligen Geistes. Unmittelbar nach seiner Taufe wurde Jesus vom Heiligen Geist in die Wüste geführt, um dort vom Teufel versucht zu werden (Mt. 4:1-2). Er bestand den Test siegreich!

Das Brandopfer (3)

Die Notwendigkeit, Gottes Willen zu erkennen und zu tun

Jesus warnt uns mit einem sehr ernsten Wort in Matthäus 7:21-23: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel kommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten getan? Und dann werde ich ihnen erklären: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!“

Viele mögen sagen, dass sich diese Verse auf die Ungläubigen beziehen, aber die Ungläubigen würden ihn weder „Herr, Herr“ nennen noch weissagen oder Dämonen austreiben und in seinem Namen Wunder tun. Es sind also Gläubige, die dem Herrn nach eigenem Gutdünken dienen. Der Herr anerkennt die Dinge, die sie getan haben, nicht als den Willen des Vaters. Daher sollten wir fragen, was der Herr mit dem „Willen des Vaters“ meint. Im vorherigen Kapitel von Matthäus lehrte der Herr seine Jünger, wie man betet: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde“ (Mt. 6:9-10). Das Evangelium im Buch Matthäus wird das Evangelium des Reiches genannt. Johannes der Täufer, Jesus und seine Jünger predigten und sagten: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen!“ (Mt. 3:2; 4:17; 10:7). Das Matthäusevangelium verwendet sogar 32-mal den Ausdruck: „das Reich der Himmel“. Der Herr sagte auch zu Beginn seines Dienstes: „Selig sind die Armen im Geist, denn ihnen gehört das Reich der Himmel“ (Mt. 5:3). Er warnte im selben Kapitel noch einmal ernsthaft: „Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht übertrifft, werdet ihr gewiss nicht in das Reich der Himmel kommen“ (V. 20).

Das Matthäusevangelium zeigt uns, dass es Gottes Wille ist, sein himmlisches Reich auf diese Erde zu bringen. Dafür musste er zuerst die Erlösung durch Jesus Christus vollbringen, um ein Volk für sein Reich zu gewinnen. Wir müssen wiedergeboren werden, damit das Leben seines Reiches in uns hineinkommt (Joh. 3:3-6). So werden wir in Matthäus 13:38 die „Söhne des Reiches“ genannt. Ihr fragt vielleicht: „Wo ist dieses Reich?“ Der Herr antwortete in Lukas 17:21, dass dieses Reich von der Welt heute nicht äußerlich gesehen werden kann, aber er sagt: „Denn seht, das Reich Gottes ist mitten unter euch“. Wir wissen, dass er sich auf sein Leben in uns bezieht. Die Schrift sagt uns jedoch auch, dass dieses Leben in uns wachsen und zur Reife kommen muss.

Der Vater offenbarte Petrus in Matthäus 16:16 noch mehr, nämlich, dass Jesus „der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ ist. Die Juden verstanden „den Christus“ (auf Hebräisch: der Messias) als den gesalbten König. Gleich danach offenbarte der Herr Petrus, dass er seine Gemeinde bauen wird, und die Pforten des Hades sie nicht überwältigen werden (V. 18). Auch wird er Petrus und der Gemeinde „die Schlüssel zum Reich der Himmel“ geben (V. 19). Diese Offenbarung ist ein wunderbares Geheimnis: Gottes Reich ist heute die Gemeinde, die Christus baut, um die Pforten des Hades zu besiegen. Und der Herr Jesus ist nicht nur unser Retter, sondern noch viel überragender, heute ist er der König der Könige und der Herr der Herren (1.Tim. 6:5; Offb. 17:14; 19:16) der auf dem Thron sitzt. Er ist der Herrscher über die Könige der Erde (Offb. 1:5), und als unser großer himmlischer Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks ist er der König der Gerechtigkeit und der König des Friedens (Hebr. 7:1-2). Aber ist er auch der König in unseren Herzen? Regiert er in unserem Leben?

Wir sollten sein Reich und seine Untertanen sein, aber wir sind immer noch so rebellisch. Der Herr sagte in Markus 3:24: „Wenn ein Reich mit sich selbst uneins ist, kann dieses Reich nicht bestehen“ (s. auch Mt. 12:25). Heute sehen wir viel Verwirrung, Spaltung und Verwüstung unter dem Volk Gottes. Die Ursache dafür ist, dass wir den Willen des Vaters nicht kennen. Wir erkennen nicht, dass die Gemeinde heute sein Reich ist. Wir hören nicht auf die Salbung, seinen Heiligen Geist in uns, und obwohl wir anscheinend viele Dinge für ihn tun, tut jeder nur das, was in seinen Augen recht ist (5.Mo. 12:8). Es ist kein Wunder, dass der König bei seinem zweiten Kommen zu vielen Christen sagen wird: Weicht von mir. Ich habe euch nie gekannt (Mt. 7:21-23; 25:12; Luk. 13:25-27). Das ist tragisch.

Offenbarung 1:6 und 5:10 zeigen, dass Gott uns gerettet hat, um uns zu Königen und Priestern für sich selbst zu machen. Als Gott sein Volk aus Ägypten herausführte, war es von Anfang an sein Plan, es zu einem Königreich von Priestern und einer heiligen Nation zu machen (2.Mo. 19:6). Aber das Volk Israel rebellierte gegen ihn und betete Götzen an. Gott hat seinen Plan jedoch nie geändert, vielmehr wird er ihn mit seiner Gemeinde im Neuen Bund erfüllen. Die Mehrheit der Christen sieht sich jedoch nicht als Priester und noch viel weniger als Könige. Ihnen wird gelehrt, dass sie alle in den Himmel kommen werden, um dort alle möglichen Dinge zu genießen, z.B. Golf spielen, auf goldenen Straßen spazierengehen oder in himmlischen Villen wohnen. Jedoch wird nichts über Gottes Plan gelehrt, dass die Menschen mit Christus regieren sollen. Jesus aber sagt: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden die Erde erben“ (Mt. 5:5). Wenn der Herr zurückkommt, werden wir mit ihm „auf Erden herrschen“ (Offb. 5:10). Kurz gesagt, das ist der Wille des Vaters, seine hohe Berufung für uns. Wir hoffen, dass viele Christen dies heute sehen und seinem Ruf folgen werden.

Um mit dem Vater zusammenzuarbeiten und heute seinen Willen zu erfüllen, müssen wir die Priesterschaft ausüben, wie es uns 1.Petrus 2:5 zeigt. Es geht nämlich zuerst darum, Christus als die Wirklichkeit aller Opfer, besonders des Brandopfers, zu kennen und zu erfahren. Dann müssen wir auch lernen, die beste dieser Erfahrungen Gott, unserem Vater, als geistliches Opfer in der Gemeinde darzubringen. Mögen wir diese königliche Priesterschaft und die wahren Anbeter werden, um dem Vater geistliche Opfer durch Jesus Christus darzubringen. Amen!

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