DIE ERSTE LIEBE IST UMKÄMPFT

Die erste Liebe ist in unserer Beziehung zum Herrn Jesus Christus das Höchste und Kostbarste. In Matthäus 22:36-40 heißt es: „Und Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot.“ Wenn wir unseren Herrn so lieben, dann werden wir die Welt wie Dreck achten und dem Herrn folgen, wohin er auch geht. Das möchte der Feind, Satan, jedoch unbedingt verhindern. Er weiß auch, dass seine letzte Stunde geschlagen hat, sobald sich die Gemeinde bereitet hat und dem Lamm nachfolgt, wohin es auch geht. Also wird er alles daransetzen, die Liebe Stück für Stück zu ersticken und erkalten zu lassen (vgl. Matthäus 24:12). Das Ziel der Schlange ist es, dass wir die erste Liebe zum Herrn verlassen, wie es in Offenbarung 2:4 heißt: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Doch wie versucht es der Feind, uns von der ersten Liebe wegzubringen? Wir wissen, dass er eine listige Schlange ist – listiger als jeder andere in diesem Universum. Er kommt oft nicht mit großen und offensichtlichen Angriffen. Vielmehr benutzt er die „kleinen“ Füchse, von denen Hohelied 2:15 schreibet: „Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben Blüten bekommen.“ Der Feind wird alles versuchen, um schon die Blüten des Weinbergs zu verderben, so dass keine Frucht mehr möglich ist. In Lukas 8:14 kann man sehen, was solche Füchse sein können: „Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.“ Ein Beispiel: Solche Vergnügungen des Lebens können YouTube-Videos sein, die vielleicht nur sehr kurz sind, aber unser Herz vom Herrn wegbringen und den Heiligen Geist dämpfen können. Das können wirklich kleine Füchse sein! Vielleicht redet der Feind uns ein, dass wir „nur noch dieses eine Video anschauen sollen“, bis wir zum Herrn kommen und die Bibel lesen. Doch auf das eine folgt das andere, und am Ende sind wir versklavt. Der Feind ist ein Lügner von Anfang an. Lasst uns doch lernen, beständiger mit dem Herrn zusammen gegen den Feind zu kämpfen! Wir wollen unbedingt die erste Liebe zum Herrn bewahren und darin immer noch zunehmen. Hohelied 3:7 sagt: „Siehe da, Salomos Sänfte: sechzig Helden sind rings um sie her, von den Helden Israels! Sie alle sind mit Schwertern bewaffnet, im Krieg geübt, jeder hat sein Schwert an der Seite, damit nichts zu fürchten sei während der Nacht.“ Der Herr hat uns nicht grundlos die ganze Waffenrüstung gegeben. Lasst uns lernen, beständig im Glauben die Waffen der Gerechtigkeit zu nutzen. Wenn die Gemeinde bereit ist, in den großen als auch den kleinen Anfechtungen zu kämpfen, dann hat der Herr Wohlgefallen an ihr und wird ihr den vollen Sieg geben. Am Ende ist der Herr sogar überwältigt von ihrer Schönheit, wie es in Hohelied 6:4 heißt: „Du bist schön, meine Freundin, wie Tirza, lieblich wie Jerusalem, furchtgebietend wie Heerscharen mit Kriegsbannern! Wende deine Augen ab von mir, denn sie überwältigen mich!“ Lasst uns das Kriegsbanner erheben bis unser Geliebter Herr Jesus zurückkommt.

DER GEISTLICHE KAMPF DURCH GEBET

Paulus sagte in 2.Korinther 10, dass unsere Waffen nicht fleischlich sind. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut. Wir müssen so beten, dass wir Berge versetzen und dadurch Satan aufhalten und schließlich zerstören, denn er ist die eigentliche Quelle aller Ärgernisse. Wir stehen in einem Kampf; wir sind Soldaten. Wir predigen nicht nur das Evangelium, obwohl das ein sehr positives Werk ist, und wir dabei die Autorität Christi ausüben können. Deshalb hat der Herr den Aposteln gesagt, sie sollten in Jerusalem warten, bis sie mit Macht von oben bekleidet werden, so wie ein Polizist mit einer Uniform gekleidet ist (vgl. Lukas 24:49; Apostelgeschichte 1:4, 8).

Satan, die Quelle allen Verderbens

Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, ähnlich dem Coronavirus. Aber unser unsichtbarer Feind wird durch den sichtbaren Feind kundgemacht. Wer steckt hinter der ganzen Misere in dieser Welt? Satan ist der Urheber dieser Zerstörung. Er ist der wahre Feind, der Betrüger; er ist es, der Chaos, Probleme und Kämpfe anzettelt. Er ist die eigentliche Quelle. Wenn wir nicht die Wurzel behandeln und gegen Satan im Gebet angehen, wird das Problem niemals behoben werden. Lasst die Politiker gegen Fleisch und Blut kämpfen; das ist ihre Aufgabe. Unsere Aufgabe ist es, gegen die unsichtbaren Feinde zu kämpfen. Tag für Tag erleben wir den gefallenen Zustand, der in 2.Timotheus 3:1-4 beschrieben wird: „Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten kommen werden; denn die Menschen werden selbstliebend sein, geldliebend, Prahler, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, wild, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, durch Stolz verblendet, mehr das Vergnügen liebend als Gott.“ Es gibt wirklich viele Schlangen in der Politik – eine ganze Generation von Schlangen. Lasst die Menschen in hoher Stellung den äußeren Kampf kämpfen. Wir kämpfen den geistlichen Kampf. Der unsichtbare Feind ist der wahre Feind. Ist er erst einmal vernichtet, wird alles zusammenbrechen. Wir müssen lernen, uns dessen bewusst zu sein. Wir sind sehr oft noch auf die äußeren Umstände konzentriert. Natürlich müssen wir einiges davon wissen. Aber wenn wir einen strategischen Kampf führen, müssen wir ganz gezielt beten, um den Kampf zu beenden und zu gewinnen.

Möge der Herr uns täglich im Triumphzug in Christus Jesus gegen alle Feinde führen, und durch uns den Wohlgeruch seiner Erkenntnis an jedem Ort offenbar machen (vgl. 2.Korinther 2:14). Im Lied 298S heißt es sinngemäß: „Wir sind das Heer Christi, unseres Königs … und folgen dem Lamm, wohin es auch geht“. Dieses Lied ist wirklich aktuell. Lasst uns unsere Lieder immer wieder auf den neuesten Stand bringen!

Wir halten unseren Blick auf den gerichtet, der auf dem Thron sitzt. Er ist der Anfang und auch das Ende. Heute ist das Ende sehr nahe. Er ist der Anfänger und der Vollender, das Alpha und das Omega. Lasst uns weiter auf den schauen, der auf dem Thron sitzt; denn auf diese Weise können auch wir mit ihm auf den Thron gelangen. Das Beispiel der Arche Noah ist sehr passend: Es ist gut, wenn wir alle Fenster bis auf eines schließen. Warum? Die Arche Noah hatte auch nur ein einziges Fenster, das den Blick direkt nach oben ermöglichte. Lasst uns nach oben schauen – zu unserem herrlichen Haupt Jesus Christus auf dem Thron. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens.

Christus auf dem Thron ist über allem

Es gibt in der Bibel eine fortschreitende Offenbarung von den Evangelien bis hin zum Buch Offenbarung. In den Evangelien wird gezeigt, dass Gott in Jesus Christus Fleisch wurde und für unsere Sünden gekreuzigt wurde. Aber im Buch Offenbarung finden wir eine sehr klare Begründung, warum er zum Thron aufgefahren ist: nämlich um die Schriftrolle aus der rechten Hand des Vaters zu empfangen. Der Vater hat Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende, auf einen Mann gewartet, der würdig ist, diese Schriftrolle zu empfangen, um die Herrschaft über diese Welt zu übernehmen. Seit dem Tag seiner Auffahrt erschien der Menschensohn gemäß der Vision in Daniel 7. Im Buch Offenbarung nahm er die Schriftrolle und begann, die sieben Siegel zu öffnen. Als der Herr sich auf den Thron setzte, begannen die 7 Siegel und sie dauern bis heute an. Das sechste und das siebente Siegel müssen noch geöffnet werden samt den sieben Posaunen und sieben Schalen. Dies wird in den letzten 3 1/2 Jahren geschehen. Deshalb müssen wir heute zum Herrn aufschauen, der zum Kreuz ging, auferstanden ist und den Thron bestieg, um die Herrschaft über alle Könige der Erde und über jede Situation zu erlangen.

Es ist gut, nicht zu viele Fragen zu stellen und neugierig zu sein. Statt „Warum, warum, warum?“ zu fragen, müssen wir dem Einen, der auf dem Thron sitzt, „vertrauen, vertrauen, vertrauen“! Dann wird der Herr uns in allen Dingen Verständnis geben. Sonst werden wir frustriert und ärgerlich sein und ihn fragen: Warum lässt du die bösen Menschen all diese schrecklichen Dinge tun? Letzten Endes werden wir nur Kopf- und Herzschmerzen bekommen. Aber wenn wir erkennen, dass Christus die Kontrolle über alles hat, dann merken wir, dass es einen Grund dafür geben muss, warum er heute all diese widrigen Umstände zulässt. Wenn diese Dinge nicht geschehen würden, würden wir niemals glauben, dass wir am Ende des Zeitalters leben und dass die Demokratie sich dem Ende naht. Wenn es in Amerika alles so glatt und gesetzmäßig abliefe und es keinerlei Probleme gäbe, würdet ihr, wenn ich euch sage, dass die Demokratie zu Ende geht, mich auslachen und nicht glauben. Aber wenn wir sehen, wie die Gesetzlosigkeit zunimmt und so viel Böses auf dieser Erde geschieht, erkennen wir, dass nichts mehr zu retten ist. Die einzige Lösung ist die Rückkehr des Herrn Jesus. Wir können die Situationen nicht mehr ändern und die Uhr nicht mehr zurückdrehen. Doch wir müssen sehen, was der Herr heute tut und warum er die Dinge so geschehen lässt, wie sie geschehen. Er stellt alles bloß.

Da wir sehen, dass er die Kontrolle über alles hat, lasst uns aufwachen und den Ernst der Lage erkennen: Herr, ich will bereit sein. Hattet ihr jemals ein solches Verlangen im Herzen: Herr, ich muss es schaffen, ich muss mich ändern und geheiligt werden. Ich will ein Erstling werden, bis zum Äußersten gerettet werden und mich in die Priesterschaft einüben? Aber wenn alles um uns herum seinen geregelten Lauf nimmt, werdet ihr nicht diesen inneren Druck verspüren. Darum lässt der Herr in seiner Weisheit dies alles geschehen. Sogar der Lockdown wegen Corona ist gut und hilfreich. Natürlich sind auch viele Menschen wegen der Quarantäne deprimiert. Ich hoffe aber, wir nicht! Wir genießen seinen wunderbaren Frieden und Freude; wir können Gott loben, weil er viele Dinge vollbringt, die unter anderen Umständen nicht hätten geschehen können. Wie sonst kann diese Welt aufwachen. Das ist die Weisheit und Souveränität Gottes. In allem sei ihm Dank! Macht euch keine Sorgen, sondern vertraut auf den Herrn, der weiß, wie er sein Volk bewahrt.

Die Schaubrote (Teil 2)

Wenn wir die zwei Stapel von Schaubroten betrachten, je sechs Brote in jedem Stapel, erinnern sie uns an die zwei Onyxsteine mit den Namen der zwölf Stämme Israels auf den Schultern des Hohepriesters, je sechs Namen nach der Geburtsreihenfolge der Stammväter auf jedem Stein. Diese Aufteilung der Schaubrote in zwei Stapel hat einen Bezug zu den beiden Broten aus gesäuertem Teig, die dem Herrn am Pfingstfest als Schwingopfer dargebracht wurden. Diese zwei Brote am Pfingstfest versinnbildlichen die Gemeinde aus den Juden und die Gemeinde aus den Heiden (vgl. Gal. 2:7-9). Es ist Gottes Weisheit, diese beiden Brote zu trennen, obwohl es im neuen Menschen, in Christus, keine Juden oder Heiden mehr gibt. Warum werden sie getrennt gezeigt? Stellt euch einmal vor: Wenn alle Gemeinden zur damaligen Zeit – sowohl die aus den Juden als auch aus den Heiden – unter der Verantwortung der Apostel in Jerusalem gewesen wären, dann wären alle Gemeinden aus den Heiden unter den Einfluss des religiösen Judentums gekommen.

Der Hohepriester Aaron trug je einen Onyxstein auf einer Schulter. Die Namen waren nicht alle auf einem einzigen Stein eingraviert. Heute ist unser Herr Jesus der große himmlische Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks. Er ist einzigartig, denn er kann das ganze Volk Gottes vor Gott tragen. Es ist Gottes Weisheit, dass fast alle Glieder unseres Körpers paarweise auftreten: zwei Augen, zwei Ohren, zwei Schultern, zwei Hände, zwei Füße, sogar zwei Nieren oder zwei Lungenflügel usw. Falls eines davon seine Funktion verliert, gibt es immer noch ein anderes, dass die Funktion weiter ausführen kann. Zwei zusammen funktionieren immer viel besser als einer.

Die Brote stehen auch für die Menschlichkeit unseres Herrn Jesus. Die Zahl zwei weist in der Bibel auf das Zeugnis hin, da nur ein Zeugnis von mindestens zwei Personen als glaubwürdig angenommen werden soll (5.Mose 17:6). Wenn wir als Priester an dem reinen himmlischen Brot teilhaben, werden wir durch ihn leben, um das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu zu bezeugen. Das ist das Geheimnis der Göttlichkeit, dass Gott offenbart wird im Fleisch (vgl. 1.Tim. 3:16). Als die heilige und königliche Priesterschaft werden wir durch das Brot gestärkt, um Gottes Volk in unseren Herzen und auf unseren Schultern zu tragen.

Die zwei Onyxsteine mit den eingravierten Namen – je sechs auf jedem Stein – auf den beiden Schultern des Hohenpriesters zeigen, dass der Herr als unser großer Hoherpriester sein ganzes Volk auf seinen Schultern trägt. Er trägt sogar das „eine verlorene Schaf“ in Lukas 15. Die Namen, die nach der Geburt eingraviert sind, offenbaren uns, dass sich unser Herr unvoreingenommen um jeden einzelnen kümmert.

Die Schaubrote (Teil 1)

In der Stiftshütte befindet sich im Heiligtum neben dem goldenen Leuchter und dem Räucheraltar der goldene Schaubrottisch mit zwölf Broten. Was hat uns dieser goldene Tisch mit den 12 Broten, die zu zwei Stapeln mit je sechs Broten aufgeteilt sind, heute zu sagen?

Die Zahl zwölf ist in der Bibel zweifellos eine Zahl, die für die Vollendung und Vollständigkeit steht. Sie bezieht sich nicht nur auf Vollkommenheit oder Vollständigkeit allgemein, sondern hauptsächlich auf das Volkes Gottes, wie z.B. die zwölf Stämme Israel und die zwölf Grundsteine des Neuen Jerusalems mit den zwölf Namen der Apostel. Die zwei Reihen zu je sechs Broten erinnern an die zwei Onyxsteine mit den Namen der zwölf Stämme Israels, die als Schulterstücke auf Aarons Priesterkleidung angebracht waren (vgl. 2.Mose 28:9-10). Das feine Mehl für die Schaubrote, das vom Volk gebracht und anschließend Gott dargebracht wurde, weist auf die feine, reine und vollkommene Menschlichkeit unseres Herrn Jesus hin. Diese zwölf Brote wurde den Priestern als Speise gegeben, die es an heiliger Stätte essen sollten. Dazu galt, dass diese Brote sieben Tage lang vor Gottes Angesicht gelegt werden mussten, bevor sie von den Priestern gegessen wurden. Als ein ewiger Bund war es ebenso notwendig, dass sie ständig durch frisch gebackene Brote ersetzt wurden.

Da es sich bei den 12 Broten um Speise für die Priester handelt, müssen diese Brote sieben Tage lang vor Gottes Angesicht gelegt werden. Warum? Hier möchte die Schrift uns nicht in erster Linie zeigen, dass die Menschlichkeit Jesu von Gott geprüft wurde, da seine Menschlichkeit immer rein und vollkommen war. Vielmehr will Gott sicher sein, dass das Brot für die Priester rein und heilig ist. Zum Beispiel ist das Wort Gottes in der Bibel zweifellos 100% rein und heilig, aber nachdem wir es gelesen und anderen weitergegeben haben, kann es sein, dass es durch uns verändert wurde und so nicht mehr rein und heilig ist.

Wenn die Priester dieses Brot essen, müssen sie es in der Erkenntnis essen, dass diese Nahrung, die Gott ihnen gibt, sie befähigen soll, dem Volk Gottes mit der „reinen Milch des Wortes“ und mit „reiner und fester Nahrung“ zu dienen. Sie dürfen das Wort nicht ergänzen oder verdrehen (vgl. Offb. 22:18-19; 2.Petr. 3:16). Die Propheten Jeremia (vgl. Jer. 15:16) und Hesekiel (vgl. Hes. 3:1-3) oder auch der Apostel Johannes (vgl. Offb. 10:9-11) haben alle in ihrem Dienst diese reine Speise von Gott empfangen und zu essen bekommen, um das Volk Gottes mit dem reinen Wort Gottes zu versorgen und zu unterweisen.

Wenn Gott das Brot sieht, erinnert er sich an seinen ewigen Bund mit seinem Volk. Paulus, Petrus, Johannes und alle Apostel dienten dem Volk Gottes in Treue als Priester im Namen Gottes, des Vaters, und des Herrn Jesus Christus. Ohne dieses himmlische und heilige Schaubrot zu essen ist es nicht möglich, einen solchen Dienst zu verrichten.

Die Säulen für die weiße Leinwand

Die Säulen sind notwendig, um die weiße Leinwand zu tragen

Wie können wir ein Leben führen, in dem Gottes gerechte Taten zum Ausdruck kommen? Damit die weiße Leinwand aufgehängt werden kann und somit Gottes Gerechtigkeit sichtbar wird, gibt es 60 Säulen außen um die Stiftshütte herum. Ohne die Säulen kann die Leinwand nicht stehen. Aus diesem Grund sind die Säulen sehr wichtig. Sie werden detailliert beschrieben (2.Mose 27:9-19). Gott braucht für den Aufbau seines Hauses Säulen. „Mögen unsre Söhne in ihrer Jugendzeit wie stark gewachsene Pflanzen sein, unsre Töchter wie Ecksäulen, schön geschnitzt nach der Bauart eines Tempels“ (Ps. 144:12). Diese zeichnen sich nicht durch eine bestimmte Fähigkeit oder Begabung aus, sondern dadurch, dass sie genau so beschaffen sind, wie Gott es vorgeschrieben hat.

Die Beschaffenheit der Säulen

Die Beschreibung der Säulen ist ein wunderbares Bild darauf, wie der Herr uns heute umwandeln möchte. Auf diese Weise werden wir zu einer Säule in seinem Haus und sind in der Lage mit der weißen Leinwand bekleidet zu werden. Die Säule selbst besteht, wie auch das andere Grundmaterial der Stiftshütte, aus Akazienholz. Das Akazienholz ist ein Bild auf die unverdorbene Menschlichkeit Jesu. Gott möchte, dass wir in unserm ganzen Wesen unserm Herrn Jesus gleichgestaltet werden. „Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleichgestaltet werden sollten dem Ebenbild seines Sohnes, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Röm. 8:29). Es ist wunderbar, wenn wir daran denken, wie herrlich die Menschlichkeit Jesu war. Aber heute soll es unser Bestreben sein, seinem Bild gleichgestaltet zu werden.

Die Säule – Sockel aus Kupfer

Am unteren Ende der Säule befindet sich ein Sockel aus Kupfer, mit dem die Säule auf dem Boden steht (vgl. 2.Mose 27:10). Kupfer ist ein Bild auf das Gericht. Der Boden mit seinem Staub ist ein Bild auf das Wesen dieser Welt mit all den Sünden und der irdischen Gesinnung.

Wir stehen zwar in dieser Welt, aber wir sollen nicht an den Sünden und dem vergänglichen Trachten dieser Welt teilhaben. „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17:15-16). Als Jesus als Mensch auf dieser Erde war, hat er das Gericht über die Sünde in unserm Fleisch (Römer 8:3, 13), die Liebe zur Welt, die Gesetzlosigkeit, dem nichtigen Gedanken und Reden, die Religion und den Tod gerichtet. Er hat in seinem Leben und mit seiner Auferstehung all diese Dinge unter seine Herrschaft gebracht und besiegt.

Heute sollen auch wir das Gericht und den Sieg des Herrn über all diese Dinge in unserem Leben anwenden. Wenn immer wir merken, dass etwas Fleischliches, etwas Weltliches oder auch nichtige Gedanken in uns zum Vorschein kommen, können wir uns mit dem Gericht des Herrn über diese Dinge eins machen und sie auch in uns richten. Auf diese Weise werden wir frei von dieser Welt und die Welt hat nichts in uns (vgl. Johannes 14:30). „Wenn wir uns aber selbst richteten, so würden wir nicht gerichtet werden“ (1.Kor. 11:31).

Die Säule – Kopf und Verbindungsstangen aus Silber

Alle 60 Säulen sind mit silbernen Verbindungsstangen am Kopfende miteinander verbunden (vgl. 2.Mose 38:17). Dies zeigt uns, dass niemand für sich alleine die ganze Herrlichkeit Gottes zum Ausdruck bringen kann. Vielmehr braucht es den Aufbau und eine Verbindung untereinander. Das Silber steht für die Errettung, welche wir im Herrn erfahren können. Deshalb sind die Verbindungsstangen aus Silber. Im Haus Gottes darf es keine natürlichen Verbindungen geben. Wenn wir uns beispielsweise zusammentun, weil wir die gleichen Hobbys oder Interessen haben oder uns einfach nur gut miteinander verstehen, ist dies keine Grundlage für den Aufbau von Gottes Haus. Solche Dinge sind natürlich und daher nicht beständig. Sie bringen nicht das reine Wesen Gottes zum Ausdruck. Es gibt darin auch keinen Unterschied zum Wesen dieser Welt, in der es solche Verbindungen auch gibt.

Wenn wir jedoch die Errettung Jesu erfahren, dann können wir uns damit gegenseitig stärken und Christus darreichen. Im Haus Gottes soll es viel solcher Darreichungen geben. Werden wir durch Christus und in seinem Geist zusammengefügt, ist dies der wahre Aufbau. „Aus welchem der ganze Leib, zusammengefügt und zusammengehalten durch jedes Gelenk der Darreichung, gemäß der Wirksamkeit in dem Maß jedes einzelnen Teiles, das Wachstum des Leibes vollzieht zur Auferbauung seiner selbst in Liebe“ (Eph. 4:16). Und: „Eifrig bestrebt, die Einheit des Geistes zu halten durch das Band des Friedens“ (Eph. 4:3).

Die weiße Leinwand um den Vorhof

Das Haus Gottes darf nichts mit dem Wesen dieser Welt zu tun haben. Vielmehr soll sein Haus die Herrlichkeit und Reinheit Gottes zum Ausdruck bringen. „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen sein“ (Mt. 5:14). Dieses Prinzip zeigt uns Gott besonders anhand der Stiftshütte. Die Stiftshütte ist ein Bild auf die Gemeinde, die Gott heute als das wahre Zelt vollenden möchte.

Wir sollen Gottes Gerechtigkeit darstellen

Die Stiftshütte ist mit einer Abgrenzung umgeben, die aus weißer Leinwand besteht (vgl. 2.Mose 27:9). Schaut man von außen auf die Stiftshütte, sieht man primär diese weiße Leinwand. Wir hätten wahrscheinlich einfach einen praktischen und schönen Zaun gebaut. Aber Gott zeigt uns, dass sein Haus eine weiße Leinwand braucht. Die Farbe Weiß steht für die Gerechtigkeit, Reinheit und Heiligkeit Gottes. Das Besondere daran ist jedoch, dass diese Leinwand nicht nur die Gerechtigkeit Gottes zeigt, sondern vielmehr die gerechten Taten der Heiligen: „Und es wurde ihr gegeben, sich mit feiner Leinwand zu kleiden, hell und rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen“ (Offenbarung 19:8). Dies soll uns zeigen, wie wichtig unser Wandel für Gott ist. Alles, was wir durch unsern Leib tun, ist von Bedeutung. Unsere Taten können „befleckt“ sein oder weiß und rein. Wenn wir heute in Gottes Haus eingebaut werden möchten, müssen wir unseren Wandel reinigen. Gott wird sicherlich keine schmutzige Leinwand als Außenfassade an seinem Haus akzeptieren. Deshalb ermahnt Paulus die Gläubigen in Ephesus, dass sie ihrer Berufung als Christen würdig wandeln sollen: „So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, mit der ihr berufen worden seid“ (Eph. 4:1).

Wenn wir als Christen fleischlich oder seelisch leben und das Wesen dieser Welt Raum in uns und sogar dem Gemeindeleben einnehmen kann, werden wir keine weiße Leinwand haben. In diesem Fall wird unser Kleid von dem Staub dieser Welt beschmutzt sein. Gott wird solch einen Zustand nicht akzeptieren. In Kapitel zwei und drei der Offenbarung sehen wir, wie Jesus die Gemeinden ermahnt und zurechtweist, damit sie seiner Herrlichkeit entsprechen. Tun sie dies aber nicht, verlässt er die Gemeinde – sie wird dann nicht mehr länger seine Wohnung sein.

Unsere Bestimmung – Gottes Reinheit und Gerechtigkeit zum Ausdruck zu bringen

Im Matthäusevangelium zeigt uns Jesus was unser Stand sein soll: „Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll man es salzen? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird“ (Mt. 5:13). Als das Volk Gottes ist es ein wunderbares Vorrecht Gottes Heiligkeit zum Ausdruck zu bringen und damit ein Zeugnis für Gott in dieser Welt zu sein. „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater in den Himmeln verherrlichen“ (Mt. 5:16)

Von Natur aus hat kein Mensch einen solchen Wandel. Aber Gott möchte, dass wir uns retten lassen, indem wir mit Christus zusammenwirken und unsere Kleider beständig waschen und unser Wandel heiligen. „Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider der Errettung angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt“ (Jes. 61:10)

Wie wir in der Lage sind die weiße Leinwand anzuziehen, zeigen uns die Säulen, welche diese tragen. Darüber wird es dann im nächsten Teil (hier) gehen.

DIE TRENNUNG VON GOTTES HAUS UND DER WELT (TEIL 1)

Wir sind die Wohnung Gottes

Gott hat ein Verlangen, unter den Menschen zu wohnen und sein Wesen zum Ausdruck zu bringen. Deshalb sollte schon Mose in der Wüste für Gott eine Wohnung (die Stiftshütte) bauen. Heute wohnt Gott nicht mehr in einem Zelt oder einem Haus, dass mit Händen gebaut ist (vgl. Apostelgeschichte 17:24). Vielmehr sind wir als Wiedergeborene das Haus Gottes. „Wisst ihr nicht, dass ihr ein Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1.Kor. 3:16).

Genauso wie man im Alten Bund Gottes Herrlichkeit an seiner Stiftshütte sehen konnte, möchte Gott seine Herrlichkeit durch uns und seine Gemeinde zum Ausdruck bringen. Dafür muss das Haus Gottes jedoch genau seinem Bauplan entsprechen.

Die Trennung von Gottes Haus und der Welt

Zunächst sieht man, dass die Stiftshütte und der dazugehörige Vorhof durch eine besondere Abgrenzung von der Außenwelt abgetrennt sind. Zwischen dem Haus Gottes und dem Wesen dieser Welt gibt es eine klare Trennung. Draußen ist die Welt, welche sich unter der Herrschaft des Bösen befindet: „Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen“ (1.Joh. 5:19). Das Wesen dieser Welt steht in völligem Gegensatz zum Reich Gottes. Jesus sagt im Johannesevangelium, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist (vgl. Johannes 18:36). Als Gläubige hat uns Gott aus dieser Welt herausgerettet: „Der uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt hat“ (Kol. 1:13). Weiter zeigt uns das Wort, dass die Welt vergänglich ist und von Gott gerichtet werden wird: „Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden“ (Joh. 12:31). Gottes Haus aber wird ewig Bestand haben: „Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit“ (1.Joh. 2:17).

Bei so viel Gegensätzlichkeit kann es also keine Vermischung geben. Gott akzeptiert es nicht, wenn weltliche Elemente in sein Haus hineinkommen. Deshalb gibt es eine klare Trennung, denn: „Was hat der Tempel Gottes mit den Götzen gemein?“ (2.Kor. 6:16a).

Unser Leib soll Gottes Wesen zum Ausdruck bringen

Der Vorhof der Stiftshütte ist ein Bild für den Leib, das Heiligtum ein Bild auf die Seele und das Allerheiligste ein Bild auf den Geist des Menschen. Genauso wie die äußere Abgrenzung die Stiftshütte von der Welt trennte, so soll auch unser Leib und die Taten, die wir durch den Leib vollbringen, eine klare Abgrenzung zur Welt darstellen. Gott möchte, dass wir ihm unsere Leiber geben und ihn dadurch verherrlichen: „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch das Erbarmen Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges und heiliges Opfer, Gott wohlgefällig; (das sei) euer vernünftiger Dienst (für Gott)“ (Röm. 12:1). Oder: „Denn ihr seid um einen hohen Preis erkauft; darum verherrlicht Gott an eurem Leib“ (1.Kor. 6:20).

Die Weiße Leinwand – Die gerechten Taten der Heiligen

Das Hauptmerkmal der äußeren Abtrennung ist eine weiße Leinwand. Diese Leinwand zeigt die Gerechtigkeit, Heiligkeit und Reinheit Gottes. Auch in unserem Leben als Christen muss Gottes Gerechtigkeit an unserem Wandel sichtbar werden. Wir können uns nicht dieser Welt gleichförmig machen und die gleichen sündigen und unnützen Dinge tun wie es die Menschen ohne Gott praktizieren. Jesus sagt, dass wir als Lichter in dieser Welt scheinen sollen (vgl. Mt. 5:14). In Offenbarung zeigt uns das Wort, das die weiße Leinwand die gerechten Taten der Heiligen sind (vgl. Offb. 19:8). Das erste, was man von einem Menschen sieht, ist sein Verhalten, wie z.B. sein Reden. Deshalb ist es wichtig, dass wir in diesen Dingen einen klaren Unterschied zu den Menschen in dieser Welt darstellen.

Mehr über die äußere Abtrennung der Stiftshütte und wie wir solche Menschen sein können im 2. Teil.

Wir sind der Tempel Gottes

Das Wort Gottes zeigt uns, dass wir als Christen ein Tempel des lebendigen Gottes sind. Im ersten Korintherbrief schreibt Paulus der Gemeinde: “Wisst ihr nicht, dass ihr ein Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt?” (1.Korinther 3:16) 

Eine sehr kennzeichnende Eigenschaft dieses Tempels ist die Heiligkeit. Die Heiligkeit ist das Wesen Gottes. Das zeigt schon der Name des Bauwerkes welches den Namen Heiligtum und Allerheiligstes trägt. Deshalb ist die Heiligkeit entscheidend, ob wir heute ein Tempel Gottes sind, wie er Gott entspricht, oder nicht. Wenn wir als Christen der Tempel des lebendigen Gottes sind und dieser heilig ist, dann ist es unausweichlich, dass auch wir heilig sein müssen. Die Wohnung, in welcher Gott wohnen möchte, muss ihm gänzlich entsprechen.  

“Und was hat der Tempel Gottes mit den Götzen gemein? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.” (2.Korinther 6:16) 

Das Wort zeigt uns hier, dass der Tempel Gottes nichts mit Götzen zu tun haben kann. Wenn wir heute wirklich das Haus Gottes sein wollen, dann brauchen wir ein tiefes Bewusstsein von Gottes Heiligkeit und auch darüber, welche Dinge Gottes Wesen nicht entsprechen und deshalb unter seinem Gericht stehen. 

Die Stiftshütte – ein Bild auf den Tempel Gottes 

Gott hat ein Verlangen unter seinem Volk zu wohnen und durch sein Volk zum Ausdruck zu kommen. Deshalb hat schon Mose ihm in der Wüste ein Haus gebaut. Die Stiftshütte, auch das Zelt der Begegnung genannt, war der Ort in welchem die Priester Gottes sich heiligten und vor Gott dienten und Weisungen von ihm empfingen. Der Hebräerbrief zeigt uns, dass die Stiftshütte ein Bild des wahren Zeltes ist: 

“Die Hauptsache aber bei dem, wovon wir reden, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln gesetzt hat als ein Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr aufgerichtet hat und kein Mensch. […] Welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen  (Hebräer 8:1-2, 5) 

Heute möchte der Herr mit uns ein Haus bauen, das nicht mit Menschenhänden gebaut wird und wieder vergeht. Vielmehr baut der Herr ein Haus, das auf ewig Bestand hat. Schon damals, als Mose die Stiftshütte baute, musste er alles genauso bauen und anfertigen, wie es Gott ihm gezeigt hat. 

Wie die göttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Hütte vollenden: Schaue zu, sprach er, dass du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.” (Hebräer 8:5) 

Wenn wir heute das wahre Zelt Gottes sind, wie viel mehr brauchen wir dann die Wirklichkeit von all dem was uns das Wort über sein Haus zu sagen hat. Besonders was die Heiligung unseres Lebens betrifft. Haben wir nicht die Wirklichkeit, dann wird der Bau keinen Bestand haben und vergehen. 

Die Bauweise der Stiftshütte – ein Bild auf den Menschen 

Die Stiftshütte bestand im Wesentlichen aus drei Bereichen. Es gab einen Vorhof welcher mit einem Zaun umgeben war und den Bereich außerhalb der Stiftshütte abgrenzte und das zweiteilige Haus welches aus dem Heiligtum und dem Allerheiligsten bestand. Das Allerheiligste war der Ort in dem Gott wohnte.
Genauso wie die Stiftshütte aus drei Teilen bestand, ist auch der Mensch in drei Teilen geschaffen. 1.Thessalonicher 5:23 zeigt uns, dass der Mensch aus dem Geist, der Seele und einem Leib besteht. Dies zeigt uns, dass die Heiligung unser ganzes Sein betreffen muss. Durch die Wiedergeburt wohnt der Heilige Geist in dem Menschen. Damit aber der ganze Mensch zu eine Wohnung Gottes werden kann, muss er durch und durch geheiligt werden.  

Arm im Geist und rein im Herzen

Jesus Christus wird bald wiederkommen und das Reich Gottes auf der Erde aufrichten. Wenn wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten wollen, müssen wir die Verfassung von Gottes Reich kennen und danach leben. Nur wer heute schon unter der Herrschaft Christi lebt, wird auch im kommenden Reich mit dabei sein.

Die Seligpreisungen am Anfang der Verfassung (die sogenannte Bergpredigt in Matthäus 5-7) beschreiben die Tugenden eines Menschen, in dem Jesus Christus herrscht. Menschen im Reich Gottes müssen also trauernd und sanftmütig sein, aber gleichzeitig auch gerecht und barmherzig. Sie müssen auch Friedensstifter sein. Allerdings stechen zwei der in Matthäus 5:1-12 beschriebenen Eigenschaften hervor, weil sie mit unserem Sein zu tun haben. Diese Eigenschaften kann man nicht direkt im Umgang mit anderen Menschen erkennen. Sie sind:

  • Arm im Geist
  • Rein im Herzen

„Selig sind die Armen im Geist, den ihnen gehört das Reich der Himmel“ (Matthäus 5:3). Niemand möchte gerne arm sein. Warum ist gerade dieser Zustand von Gott gesegnet? Das Problem von uns Gläubigen ist, dass wir sehr schnell geistlich satt sind und uns mit Bibelwissen und vergangenen Erfahrungen zufriedengeben. Doch der Geist in uns hat immer den Wunsch nach Gemeinschaft mit dem Vater und den Sohn. Er hat einen Hunger nach mehr von Christus. Paulus sagt: „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin, ich jage aber nach…“ (Philipper 3:12a). Das Wort Gottes wird nie alt – es ist immer aktuell, frisch und lebendig. Wir aber werden geistlich sehr wohl alt. Wir geben uns schnell mit „alter Speise“ zufrieden. Zum Beispiel lesen wir so gerne christliche Bücher, die Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte alt sind, und bleiben bei dem stehen, was die Autoren damals von der Wahrheit gesehen haben. Doch arm im Geist ist jemand, der immer frische Speise von Gott sucht und fragt: Wie geht es heute weiter? Was ist Gottes aktuelles Sprechen? (vgl. Jeremia 33:3)

„Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen“ (Matthäus 5:8). Der Geist Gottes ist seit der Wiedergeburt in uns, aber die Frage ist nun: Wie sieht es in unserem Herzen aus? Ohne ein reines Herz geht es in Gottes Reich nicht weiter. Die erste Aufgabe des Geistes ist, Licht in unser Herz hineinzubringen und es aufzuräumen: „Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN; sie durchforscht alle verborgenen Kammern des Inneren“ (Sprüche 20:27). Der Geist soll unser ganzes Herz durchleuchten. Er muss auf unseren Willen, unsere Gedanken und Gefühle leuchten. Ein reines Herz hat viel damit zu tun, welche Gedanken wir in unseren Herzen zulassen. Wenn wir unreine oder komische Gedanken in unserem Herzen pflegen, werden wir Gottes Willen nicht verstehen. Vielmehr muss unser Denken erneuert werden (vgl. Epheser 4:23; Römer 12:2). Als Gläubige brauchen wir ein gesundes und reines Herz. Dafür ist unsere Mitarbeit notwendig. Das ist die Voraussetzung, dass der Heilige Geist wirken kann und dass Frucht in uns wächst für Gottes Reich. So sollen alle Tugenden Christi, die in der Verfassung beschrieben sind, in unserem Leben Wirklichkeit werden.

Das Salz der Erde

Im Matthäusevangelium zeigt uns Jesus, dass wir als Gläubige das Salz der Erde sind. Auf diese Weise sollen wir als Söhne des Reiches Einfluss nehmen auf unsere Umgebung.

“Ihr seid das Salz der Erde” (Matthäus 5:13a).

Als Gläubige in Gottes Reich, sollen wir das Wesen Jesu auf dieser Erde zum Ausdruck bringen. Wie können wir das tun? Salz hat die Eigenschaft, den Geschmack des Essens hervorzubringen. Ohne das Salz schmeckt selbst das beste Essen nach nichts. Erst das Salz bewirkt, dass der typische Geschmack eines Essens wahrgenommen werden kann.
So verhält es sich auch mit uns, die wir wiedergeboren sind. Wir haben alle das Leben Christi empfangen und Er lebt in uns. Dieses Leben soll in unserem Alltag zum Ausdruck kommen und Gott verherrlichen. Deshalb ermahnt uns Jesus, salzig zu sein. So können die Menschen in unserem Umfeld etwas von Gottes Wesen und seinem Reich schmecken.

Ein anderer Aspekt von Salz ist seine konservierende Eigenschaft – Bakterien können in Salz nicht überleben. In gleicher Weise werden wir von dem Verderben in dieser Welt bewahrt, wenn wir salzig sind. Die Sünde und Nichtigkeit dieses Zeitalters werden dann immer weniger Raum in uns haben.

Jesus warnt uns, nicht fade zu werden:

“Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird” (Matthäus 5:13b).

Wenn es bei uns Christen keinen Unterschied zu den Menschen in der Welt gibt, dann sind wir fade geworden und für Gott unbrauchbar. Wir müssen uns die Frage stellen: Wird Christus z.B. an unserem Arbeitsplatz durch unser Reden und Handeln verherrlicht? Sehen unsere Kollegen, dass Jesus in uns wohnt? Wie verhalten wir uns, wenn in unserer Anwesenheit schlecht gesprochen wird? Sind wir dann salzig? Oder schweigen wir oder machen wir sogar mit? Fade sein kann man auch als gleichförmig mit dieser Welt bezeichnen:

“Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene” (Römer 12:2).

Auch zu Hause kann sich die Fadheit bemerkbar machen. Das ist der Fall, wenn wir in unserem Selbst leben, also nicht durch den Geist. Dann ärgern wir uns schnell oder reagieren lieblos, unbarmherzig oder kritisieren die anderen. Wenn solche Dinge in uns vorhanden sind, dann brauchen wir dringend Salz, damit es wieder einen Geschmack des Lebens Jesu an uns zu finden gibt.

Sind wir als Gottes Söhne fade geworden, dann sind wir für nichts mehr zu gebrauchen – weder für Gottes Reich noch für diese Welt. Die Welt verachtet uns, aufgrund unseres Glaubens und für Gott sind wir unbrauchbar, weil Jesus in unserem Leben nicht sichtbar ist. Das ist ein wirklich schrecklicher Zustand.

Salzig werden, indem wir Christus als das Speisopfer erfahren

Von Natur aus sind wir nicht salzig, sondern fade. Wir sind voller Bosheit und Unfrieden. Deshalb brauchen wir die Menschlichkeit Jesu. Er hatte genau die richtige Portion Salz, damit die göttliche Natur in seinem Leben jederzeit zum Ausdruck kam. Jeder, der mit ihm zu tun hatte, hat den Vater gesehen (vgl. Johannes 14:9). In ihm war keine Sünde und kein Verderben. Wie sehr brauchen wir diese Natur! Wir dürfen uns nicht zufrieden damit geben, fade zu sein. Vielmehr ermahnt uns Jesus:

“Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen” (Matthäus 4:17).

Wenn wir merken, dass wir in einem Punkt fade geworden sind, können wir sein Leben für uns in Anspruch nehmen. Dadurch gewinnen wir Salz. Wie verhält es sich z.B. mit dem, was wir reden? Reden wir Nichtiges, Sinnloses oder haben wir sogar Teil an sündigem Geschwätz? Das Wort sagt:

“Euer Reden sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt” (Kolosser 4:6).

Wenn wir nun in eine Situation kommen, in welcher der Geist uns an dieses Wort erinnert, dann können wir Gebrauch machen von dem Leben Jesu, welches dieses Wort erfüllt hat. Auf diese Weise werden wir salzig und gewinnen etwas von seiner Menschlichkeit.

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